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Upps! - Die Pfannenshow mit Tim Mälzer

Shownotes

Hazel und Thomas treffen den legendären TV-Koch im Hamburger Side Hotel, um über Bratkartoffeln, New York, Wokeness und Pak Choi zu sprechen.

00:00:00 Was ist Tim Mälzer für ein Koch?
00:06:31 Hinter den Kulissen von „Kitchen Impossible“ 00:24:16 Atmosphärische Verbindung mit New York & unterschiedliche Sterneküchen 00:37:02 Fehlt der Stolz auf die deutsche Küche? & kochen als Beruf 00:47:44 Den Platz in der Gesellschaft finden 00:54:07 Es gibt mehr als Sous-vide-Garen 01:02:13 Bestes Gemüse & Küchenerstausstattung 01:20:28 Wie man 2026 ein Restaurant führt & Life-Work-Balance als Selbstständiger 01:28:27 Bevorstehende Projekte von Tim Mälzer

Zeitstempel können variieren.

Tim Mälzer IG https://www.instagram.com/timmaelzer_official/

Restaurant Noma Kopenhagen https://noma.dk

Kitchen Impossible https://de.wikipedia.org/wiki/Kitchen_Impossible

Christian Jürgens MeToo https://www.spiegel.de/panorama/christian-juergens-ex-chefkoch-vom-restaurant-ueberfahrt-bittet-um-entschuldigung-fuer-fehlverhalten-a-5b624ca4-1830-41ae-aec3-b12d9ddb6d37

Restaurant Dishoom London https://www.dishoom.com

RTL streicht Stellen https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article6964a4fcfa56382de1f673da/elena-bruhn-schweigen-fuehlt-sich-falsch-an-rtl-moderatorin-aeussert-sich-zum-massiven-stellenabbau.html

Restaurant Bullerei Hamburg https://bullerei.com

Restaurant Le Moissonnier Köln https://www.lemoissonnier.de

Restaurant Alchemist Kopenhagen https://alchemist.dk

Wie man Wein aussucht https://youtu.be/_M67h9jq47A?si=Jyeru6nWF1jnAV9s

Pizza Universität http://www.universitadellapizza.com/EN/

Joshua Weissman: Texture Over Taste https://www.amazon.com/Joshua-Weissman-Texture-Over-Taste/dp/0744063507

Side Hotel Hamburg https://www.side-hamburg.de

Viktoria Fuchs https://viktoriafuchs.de

Der schwedische Pop-Producer, auf den Thomas anspielt, heißt „Max Martin“

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo liebe Herbys, hier ist Fried Koster.

00:00:03: Der heutige Podcastgast ist Tim Meltzer.

00:00:06: Ihr alle werdet ihn kennen.

00:00:07: Meltzer ist eine der bekanntesten Fernsehkirche Deutschlands und seit über zwanzig Jahren im Geschäft.

00:00:13: Zu seinen bekanntesten Sendungenzelten schmeckt nicht, gibt es nicht, The Taste, Kitchen Impossible, Ready to Beef oder Meltzers Meisterklasse, bei denen er größtenteils nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera als Produzent tätig war.

00:00:28: In der Fernsehkochszene ist Meltzer bestens vernetzt, z.B.

00:00:32: mit Johann Lafer oder Jamie Oliver, der vor circa einem halben Jahr in der Jubiläumsstaffel von Kitchen Impossible gegen Meltzer antrat.

00:00:39: Aber auch außerhalb klassischer Kochformate ist Meltzer fester Teil der deutschen Entertainmentlandschaft, wirkte z.B.

00:00:46: in der deutschen Synchronisation des Pixar-Films Ratatouille mit, war Teil der Sesamstraße oder der Hörspielreihe die drei Fragezeichen.

00:00:54: In seinem Hamburger Restaurant, der Bullerei, kann man nicht nur fantastisch essen, sondern auch Comedy-Open-Mikes besuchen.

00:01:02: Seine Fans lieben Meltzer für seine direkte, bisweilen fast schon rotzige Art, mit der er nicht selten anneckt.

00:01:09: Für Aufsehen sorgte Meltzer zuletzt auch mit einer schonungslosen öffentlichen Aufarbeitung seiner Zeit in der Luxusküche, die er als Horror und sich selbst als Mittäter beschrieb.

00:01:20: Zitat, wir waren rassistisch, sexistisch, wir waren alles.

00:01:24: Es herrscht in der Küche ein Wettbewerb, wer die größte Drecksao ist, wer misshandelt mehr, wer er niedrigt mehr.

00:01:32: Einerseits wurde er für seine Ehrlichkeit gelobt, andererseits natürlich auch kritisiert.

00:01:37: Hazel und Thomas danken Melzer für sein Mut und seine Flexibilität.

00:01:41: Schließlich wurde er nur wenige Tage vor der Aufzeichnung dafür angefragt.

00:01:45: Außerdem sei dem Hamburger Hotel Zeit sehr herzlich gedankt, dass für die Aufnahme kurzfristig eine Suite bereitstellte.

00:01:53: Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit Hazel, Thomas und Tim in Hamburg.

00:01:59: Guten Appetit.

00:02:21: Halli, hallo, liebe Hubbys.

00:02:23: Wir sind nicht nur zu zweit, sondern wir haben ein richtiges Schmankerl für euch dabei, oder?

00:02:27: Ein

00:02:27: Leckerwissen.

00:02:28: Ein kleiner

00:02:28: Gaubischen Maus, ein Oren-Schmaus.

00:02:31: Tim Meltzer ist da.

00:02:32: Die Ikone, die Marryl Streep der deutschen Fernsehkochszene.

00:02:36: Daniel Day-Lewis am Herd.

00:02:39: Ich nehme alles an.

00:02:42: Einfach nur ja.

00:02:43: Ich weiß noch nicht, welchen Ruf Marryl Streep hat.

00:02:46: Also

00:02:46: ein Sehrsehkoch.

00:02:47: Also

00:02:47: ikonisch.

00:02:47: Ja.

00:02:48: Ich glaube, schwierig.

00:02:49: Ich hoffe, ihre Nachbarn sind sehr schwierig.

00:02:53: Aber

00:02:53: sie ist natürlich eine Legende, klar.

00:02:55: Also die Löffellegende Tim Meltzer ist bei uns.

00:02:58: Ja, cool, dass du zugesagt hast.

00:03:00: Wir sind alle

00:03:01: ein bisschen buff.

00:03:02: Ich mag das sehr spontan.

00:03:03: Ich habe ja auch erst letzte Woche angefragt und ich dachte, er klafft ein freiter Formel, da habe ich nichts vor.

00:03:08: Ich glaube, es

00:03:08: war sogar diese

00:03:09: Woche.

00:03:09: Was diese Woche?

00:03:10: Wirklich.

00:03:11: Aber noch besser, weil das ist ja so.

00:03:12: Ich mag nicht solche Anfragen nicht ewigkeiten im Voraus, dass du denn schon den November blocken musst.

00:03:18: Hey, Herr Netzer, hätten

00:03:18: Sie in drei Jahren Zeit für ein spontanes Gespräch?

00:03:21: Ja,

00:03:22: das ist so gar nicht mein Ding.

00:03:23: Und bei mir ist es spontan.

00:03:26: auch spontan nur gut.

00:03:28: Alles geplante ist bei mir nicht so, nicht so smart.

00:03:31: Genau, ich wollte grad sagen, du bist so ein impulsiver Koch, glaube ich, kann man auch sagen.

00:03:35: Oder du bist schon so einer, der sich dann auch... Also du wärst jetzt kein guter Bäcker, glaube ich, der dann so vorher alles abwiegt und sagt, es muss unbedingt genau so sein, sonst... Ist das Rezept Furtstorn Lumaxis auch, wenn es auf der Zielgeraden noch so Verbesserungsmöglichkeiten

00:03:50: gibt?

00:03:50: Also das ist der Vorteil beim Kochen, dass der Weg, der ja oft falsch ist, dann hinten raus noch gerettet werden kann und beim Backen halt nicht.

00:03:56: Wenn du es vorne verkackt hast, dann kommt doch hinten kein Gold raus.

00:04:00: Ich würde mich eher intuitiv nennen.

00:04:02: Also ich bin so kein sonderlich koordinierter, strukturierter Mensch.

00:04:07: Ich muss mich dazu zwingen, respektive.

00:04:09: Ich habe mir einen Umfeld aufgebaut, was mich strukturiert und was mir auch so diesen Halt gibt, den ich habe.

00:04:14: Das heißt, ich wäre ein herausragender Bäcker, wenn ich jemand hätte, der mir die Sachen abwiegt.

00:04:20: Ah ja, okay.

00:04:21: Hazel hat, glaube ich, in der letzten Podcast-Folge gesagt, Kochen ist weniger Passion, sondern mehr Obsession.

00:04:27: Würdest du das unterschreiben?

00:04:30: Ab einem gewissen Niveau, ja, bei mir nein.

00:04:32: Also bist du niemand, der sich dann so voll reinfuchst und sagt, ich will jetzt unbedingt die pushierte Ausderson so hinkriegen?

00:04:40: Ich

00:04:40: sage immer so, das ist in allen Welten, wenn das zu extrem wird, dann hat das auch was eher abstoßenes sogar für mich teilweise.

00:04:49: Und das ist in allen Welten, also wenn Leute sich zu intensiv mit einer Sache beschäftigen und kann links und kann rechts mal kennen.

00:04:55: und auch keine Freiheit mehr im Kopf haben, dann finde ich es doch eher anstrengend.

00:04:59: Und dann, deshalb habe ich mich auch eines bestimmten Weges verweigert.

00:05:04: Den musst du da nämlich wirklich gehen, weil wenn du eine Spitze mitspielen willst, also in der... Wertungsspitze, dann geht das gar nicht mehr anders.

00:05:11: Wenn dann der Michelin-Mann kommt und sagt, mach mir die Bohne gasförmig, ich freu mich rastig aus.

00:05:17: Wobei das finde ich wiederum ganz geil.

00:05:18: Also Out of the Box denken und ein bisschen kreativ sein, über den Tellerrand hinwegschauen, zu gucken, wie weit kann man es wirklich treiben.

00:05:26: Das finde ich ganz spannend, nur wenn die mich dabei zu ernst nehmen und das ist das Problem unserer Köche und Köche innen auch.

00:05:34: Wir nehmen uns alle ein bisschen zu ernst.

00:05:36: Das ist ein bisschen zu kathedral.

00:05:38: Ja, ich meine, es geht ja nicht darum, Leute irgendwie satt zu kriegen, sondern da geht es ja wirklich darum, die Grenzen des Kochbaren auszuloten.

00:05:47: Interessiert dich das noch?

00:05:48: Also liest du Magazine, was macht der Koch im Noma oder was weiß ich, wo gerade?

00:05:55: Oder ist das so?

00:05:56: Mein

00:05:57: großes Problem ist, es interessiert mich überhaupt nicht.

00:06:01: Also wirklich

00:06:02: gar nicht, gar nicht.

00:06:03: Wenn sich das jetzt hier im Gespräch ergeben würde, dann bin ich super interessiert.

00:06:07: Wenn ich jemanden kennenlerne, der diese Obsession hat, dann interessiert es mich auch.

00:06:12: Wenn ich auf Reisen bin und ich darf das zufällig erleben, dann interessiert es mich auch.

00:06:17: Aber ich bin jetzt kleiner, wenn ich auf Reisen gehe, dass ich großartig recherchiere.

00:06:21: Wo gehe ich denn essen?

00:06:23: einen neuen Trend aufzuspüren, sondern die meisten Entdeckungen, die mich auch am meisten inspiriert haben, sind immer Zufallsbegegnungen gewesen.

00:06:31: Ich will ein bisschen mit dir, oder wir beide wollen eigentlich mit dir über Kitchen Impossible reden, was ja wirklich eine absolut legendäre Sendung ist und eine der wenigen Sendungen im linearen TV, wo man wirklich dran bleibt und sich denkt, nein, was machen Sie denn jetzt da?

00:06:45: Es ist schon

00:06:45: verrückt.

00:06:46: Es ist auch, kann ich als Filmfreak sagen, mit... komischerweise die sceniastischste Sendung im deutschen Fernsehen, weil ihr ja... in Dampfdreht, in kleinen, engen Küchen, in schumrigem Licht, auf der ganzen Welt und so.

00:07:00: Und ich weiß, das hab ich um ein paar Ecken gehört, ich will jetzt nicht pudder zu keinen Arsch blasen, dass Kameramänner wirklich monatelang trainieren, um das machen zu können.

00:07:10: Und um sich um die Kamera so lange halten zu können auch.

00:07:13: Also da muss man wirklich gut abfordern von den Kameraleuten erhaben, weil es ist real, ne?

00:07:18: Also wir haben den ersten Tag, da ist natürlich auch ein paar Sachen gestellt, da gehen wir da hin, gucken wir ein bisschen.

00:07:23: Da sammeln wir so die Reiseatmosphäre ein, in welchem Land oder in welcher Stadt ich gerade bin oder in welcher Gastronomie.

00:07:29: Und dann erzählen wir so eine kleine Hintergrundgeschichte.

00:07:33: Aber ab dem Tag, wo gekocht wird, ab dem ist es halt wirklich, gibt es nur einenjenigen oder eine Person, die das Tempo vorgibt.

00:07:40: Und das bin ich.

00:07:41: Da gibt es auch jetzt nicht mehr, aufgrund von gesellschaftlichen Entwicklungen, gab es auch schon Androhungen von körperlicher Züchtigung.

00:07:49: Wenn der Kameramann gesagt hat, könntest du noch mal.

00:07:53: Oh wow, okay.

00:07:53: Also auch an Drogen deiner Seite.

00:07:55: Sehr

00:07:57: gut.

00:07:57: Ich erinnere mich immer sehr gerne an eine Szene, die haben wir in Mexiko gedreht und ich war komplett überfordert.

00:08:04: Es war laut, es war heiß.

00:08:07: Spielerisch wirklich zu viel Tequila im Kopf.

00:08:10: Und ich habe die Konzentration verloren.

00:08:12: Und dann war ich gerade beim Anrichten dieser zehn Teller.

00:08:16: Und dann kam der Kameramann, kam mir zu dicht und fragte, ob ich das eine noch mal irgendwie machen könnte.

00:08:21: Und dann habe ich ihn wirklich mit Blicken getötet.

00:08:24: Und das hat er auch ganz genau verstanden, ist auch nach wie vor eine unserer besten Kameraleute.

00:08:29: Aber was wir da machen, ich glaube, was das ganz große Geheimnis ist, ist, wir haben sehr gutes Material, so, weil ich das pur teilen kann.

00:08:35: Und wir lassen die Kameraleute entscheiden.

00:08:38: Weil das sind die Profis.

00:08:39: Ich bin der Koch und sie sind die Bildermacher.

00:08:41: Und die haben einen Blick für Bilder, der geht weit über das hinaus, das normalerweise so Fernseheinis meinen, was gute Bilder sind.

00:08:49: Also ihr treht weniger scenisch, sondern mehr dokumentarisch.

00:08:53: Wir drehen den zweiten, also die Koch.

00:08:56: Parts ausschließlich dokumentarisch.

00:08:58: Wir kennen Oliver Krupke, der, glaube ich, euer Oberbeleuchter ist.

00:09:02: Der hat bei zwei Comedyprogrammen von Hazel die Beleuchtung gemacht.

00:09:06: Ist wirklich ein super Typ.

00:09:07: Also es ist mittlerweile auch Lichtsetzen der Kameramann.

00:09:09: Ist wirklich ein super Typ.

00:09:10: Und der hat uns da eben ein paar Insights gegeben.

00:09:13: Leider ist die einzige Sendung, die wir, glaube ich, jemals im Hotel zufällig gesehen haben, eine, die während der Pandemie gedreht war.

00:09:19: Und die war dann gar nicht außerhalb von Deutschland.

00:09:21: Das war mit

00:09:21: der... Ja, aber da muss ich sagen, ich habe ja bevorgekommen sind, dass wirklich...

00:09:32: Das war mit der pochierten Auster, glaube ich.

00:09:35: Ich weiß nicht, ob du das noch weißt, wie heißt die?

00:09:38: Wickey Fuchs hat mitgemacht.

00:09:40: Genau.

00:09:41: Aber ich habe nicht bei Wickey Fuchs gekocht.

00:09:43: Weil Wickey Fuchs, meine ich, hat einmal mitgemacht und die habe ich hier zum Chinesen geschickt im Hauptbahnhof.

00:09:50: Also unser Gedächtnis scheint

00:09:53: ... Aber dieses

00:09:54: Drehen während der Corona-Zeit war das Schlimmste, was ich gemacht habe, weil am Ende des Tages alles, was ich mache ... Ich will eine Geschichte erzählen.

00:10:01: Eine Geschichte ist eine Emotion für mich.

00:10:03: Genau,

00:10:03: kurz für die Leute, die Kitchen Impossible gar nicht kennen.

00:10:06: Was?

00:10:07: Ja, mein Vater.

00:10:11: Wenn der Peter Brugger nicht der von den Sportfreunden stiller, sondern mein Vater jetzt zuhört, Kitchen Impossible.

00:10:17: Du und ein anderer Berufskoch werden in den Land geschickt.

00:10:21: Kannst du es erklären?

00:10:21: Du kannst besser erklären.

00:10:23: Ich bin so ein bisschen leid, wenn ich ehrlich bin, weil ich muss immer die Formaterklärung.

00:10:27: Ich finde auch immer das schade, wenn man was ... erklären muss.

00:10:30: Das ist ja das, was mich so nervt, wenn ich essen gehe und mir erklärt man, was ich denn da esse.

00:10:35: Also entweder schmecke ich es, ich sehe es oder... Dann helfen wir auch die Erklärung selten weiter.

00:10:39: Okay,

00:10:39: dann erkläre ich aber, weil es geht ums Sehen und ums Schmecken.

00:10:42: Und das finde ich das mega, mega spannende an Kitchen Impossible.

00:10:44: Ihr werdet irgendwo hin geschickt, wo ihr ein Gericht äst, wo ihr nicht wisst, was das ist und was die Zutaten sind.

00:10:50: Und dann müsst ihr rausschmecken, was das ist.

00:10:53: Und es ist in einem fremden Land.

00:10:55: Das können Zutaten sein, die ihr vielleicht noch nie gegessen habt vorher.

00:10:58: Und dann müsst ihr sagen,

00:11:00: ich

00:11:00: könnte mir vorstellen, dass das eine Tonkabone mit einer Jackfruit ist.

00:11:06: keine Ahnung habe, wie das in der Kombination schmeckt.

00:11:09: Und dann müsst ihr dort zu einem Markt gehen und das kaufen, obwohl ihr nicht wisst, wie das aussieht und die Sprache auch nicht sprecht.

00:11:16: Und dann müsst ihr das kochen und so gut es gilt, aus dem Gedächtnis den Geschmack rekonstruieren für eine Gruppe an Restaurantbesucher, innen die dieses Gericht schon kennen.

00:11:27: Und dann müssen die Leute, die das Originalgericht kennen, bewerten, inwiefern das genauso schmeckt wie das Original.

00:11:34: Perfekt beschrieben, darf ich das benutzen für die nächste Staffel.

00:11:37: Ich kann

00:11:37: dir gerne so eine kleine Puche machen, wo man so einer Schnur zieht und der Kopf genau

00:11:41: in dieser Saison.

00:11:41: Also ein kleines Ding, wo sofort Geräusche normaler sind.

00:11:46: Also am Ende des Tages ist es ein liebevoller Kochwettbewerb.

00:11:50: Es geht eigentlich darum, dass für mich Kulinarik auf allen Ebenen gleichzusetzen ist.

00:11:54: Solange es mit Liebe und Leidenschaft und Qualität gekocht ist, differenziere ich nicht zwischen Hummer und Currywurst.

00:12:01: Das ist für mich das Gleiche.

00:12:03: Alles hat seine Zeit, alles hat seinen Moment und beides muss gut zubereitet sein.

00:12:08: Wenn die Currywurst nur hingewichst wird, dann habe ich da auch keinen oder stundenlang da schon irgendwie angebraten war und angetrocknete Soße, die ich dann ist, auch eine Currywurst, nix für alles.

00:12:16: Dann brauchen wir überhaupt nix glorifizieren.

00:12:19: Und wenn der Hummer irgendwie vorzutrocknen ist und aber nur serviert wird, weil er teuer ist, dann finde ich den genauso dämlich.

00:12:26: Es ist eine Kochreisesendung.

00:12:29: Wir versuchen, Kochkultur zu vermitteln.

00:12:32: Das gelingt den anderen besser als mir, weil ich halt verbal denn oft mich im Grenzbereich bewege.

00:12:38: Das liegt aber auch daran, weil ich ja sozusagen derjenige bin, der es seit zwölf Jahren macht.

00:12:43: Also ich werde ja penetriert nonstop mit kulinarischen Provokationen.

00:12:49: Ich bin eigentlich, glaube ich, der Einzige in Deutschland.

00:12:52: ... der seit zwölf Jahren Primetime zeigt, was er nicht kann.

00:12:58: Und zwar nonstop.

00:12:59: Das ist

00:12:59: eigentlich obspekt.

00:13:00: Funnenschraub.

00:13:01: Genau.

00:13:01: Aber es ist wirklich so.

00:13:03: Eigentlich ist es doch nur so, was kann er denn heute nicht?

00:13:06: Und dann denke ich, hier ist mal, oh, können nicht mal irgendwas, wo ich auch mal souverän und kompetent rüberkomme.

00:13:12: Und dann ist die Kamera dabei, dann hast du dann eigenen Ansprüche.

00:13:15: Dann sorgen die auch schon dafür, dass du schlechte Laune kriegst.

00:13:18: Also das ist jetzt nicht so... Also die wissen ja schon, welches Wohlfühlambiente ich eigentlich benötige, damit ich auch schön kochen kann, dann wird mir auch das ein oder andere mal entzogen.

00:13:29: Die Tasse Kaffee zum Beispiel.

00:13:30: Also ich kann das schon inzwischen ganz genau lesen, wenn ich morgens aus dem Hotel komme und die Produktion hat nicht die Tasse Kaffee in der Hand.

00:13:40: Das ist mein Mariah Carry Moment, weil ich habe keine Ansprüche, also relativ wenige.

00:13:46: Aber die Tasse Kaffee, ich komme aus dem Fahrstuhl, das Team steht da und ich will, dass die Tasse Kaffee da ist.

00:13:52: Es

00:13:53: fällt mir so schwer jetzt nicht die Melodie von die Tasse Kaffee.

00:13:57: Aber wirklich, ich will ja auch nicht warten, die darf dann nicht erst bestellt werden, sondern die muss denn schon da sein.

00:14:02: Aber es

00:14:04: ist interessant, dass du das sagst, dass du ... so oft vor der Kamera scheiterst, weil ich habe letztens gelesen, intelligent sein und vor allem intelligent bleiben, bedeutet, die Lust nicht zu verlieren, auch mal Dinge nicht zu wissen.

00:14:21: Und das ist ja beim Kochen bei dir genauso, oder dass du dich die ganze Zeit mit Dingen auseinandersetzt, die du halt nicht kochen kannst.

00:14:26: Das ist schön.

00:14:27: Also ich hätte selber nicht so formulieren können, aber in der Tat ist es manchmal so, ich beschütze mich vor Wissen.

00:14:36: Ich merke das gerade.

00:14:37: In der zehnten Staffel war ich ein bisschen gelangweilt bei Ketschen, weil ich natürlich ganz viel inzwischen durch die Erfahrung, wo ich nicht mehr so blind gekocht habe, weil ich vertraue meine Intuition.

00:14:48: Und dann habe ich eher spekuliert, was es sein könnte, weil ich richtiger kochen wollte.

00:14:53: Ich wollte das Gericht auch so kochen, wie der Koch ist kocht.

00:14:57: Und dann waren die Gerichte oft nicht geil.

00:14:58: Wenn ich das aber auf meine Art und Weise mit meinem kleinen Werkzeugkoffer der Kompetenz irgendwie zusammenzimmer.

00:15:05: Und dabei kommt was raus, dann empfinde ich echt ein Stolz.

00:15:08: Was ist so ein Tipp, wenn man was faken will?

00:15:11: Also wenn man sagt, boah, ich kann das irgendwie nicht so richtig rausschmecken, ich nehme jetzt einfach mal das und das passt immer irgendwie.

00:15:18: Also das ist ja, mir wird ja immer nachgesagt, dass ich so herausragend gut schmecken könnte und dass das ja so faszinierend ist, was ich alles rausschmecke.

00:15:25: Das tue ich ja überhaupt nicht.

00:15:27: Das tue ich wirklich nicht.

00:15:28: Das ist wie wenn ich Wein trinke, ich trinke manchmal Rotwein.

00:15:31: Immer wenn ich die Leute beeindrucken will, sage ich einfach, ich schmecke eine Schokolade.

00:15:35: Und das kann man immer sagen.

00:15:36: Das ist immer so, oh ja, Schokolade.

00:15:38: Entweder sind die Leute dann begeistert oder sie denken sich, ich hab gar keinen Bock mit

00:15:41: dem weiterzuregen.

00:15:42: Weil dann sagst du, keiner fragt nach dem Kakao-Gehalt.

00:15:44: Weißt du, die Siebzig-Prozent ist ein bisschen derber, ist ein bisschen bitterer.

00:15:49: Wenn du auf runter geh vollmicht, dann ist ein bisschen die Vanillennote drin.

00:15:52: Also das ist ja alles gar nicht so falsch.

00:15:53: Und genau so funktioniert.

00:15:55: Schokolade ist ein Klischee.

00:15:57: Und alles, was ich schmecke, ist Salz.

00:16:00: Ist süß, ist sauer.

00:16:02: Das sind so die wesentlichen Elemente, das ist meine ersten Treiben.

00:16:05: Dinge, wo ich das merk ich mir.

00:16:07: Übrigens auch Hot-Tags sauer, underrated in der deutschen Küche.

00:16:10: Also wird viel zu wenig verwendet.

00:16:12: Viel zu viel gerade.

00:16:13: Findest du?

00:16:13: Jetzt gerade?

00:16:14: Also in den Restaurants viel zu viel.

00:16:16: Okay, ich

00:16:16: geh halt kaum ins Restaurant.

00:16:17: Okay,

00:16:17: diese süß-sauer-Variante.

00:16:19: Boah, das geht mir richtig auf den Seiten.

00:16:20: Wie heißt es, so ein Fan von so Zitrat, die nimmt sehr viel Zitrat.

00:16:23: Das ist gut.

00:16:24: Ich hab so einen Streuer.

00:16:25: Ich arbeite zum Beispiel viel mit Putzessig, mit Essigessen.

00:16:29: Ja,

00:16:29: nämlich auch.

00:16:30: Da musst du aber richtig aufpassen.

00:16:31: Vor allem wenn du den mit den Vierlöchern oben nimmst.

00:16:33: Boah, da kannst

00:16:34: du aber... Das ist so ein Geschmack, den ich mit meiner Urgroßmutter verbinde, die jetzt zum Putzen und zum Kochen benutzt.

00:16:39: Vielleicht war sie auch hinten raus, aber nur verwirrt und hat ihn zum Kochen benutzt, obwohl er zum Putzen war.

00:16:44: Heute gibt

00:16:45: es einen koschierten Kloster.

00:16:46: Häsel

00:16:47: ist ein wahnsinnig guter Koch übrigens.

00:16:51: Ich bereite mich wirklich in der Tat dann doch immer so ein bisschen vor, dass ich zumindest weiß, wo ihr euch auch thematisch bewegt.

00:16:57: Und ich habe das gehört, dass du Fernsehköchin werden willst.

00:17:02: Häsel hat bei dem, wie heißt der Christian Jürgen, einen Kurs gemacht, der jetzt natürlich halt so ein Mitu-Geschichte am Hals hatte und so was, aber also die ist so gut.

00:17:12: dass es für sie keine Option mehr ist, zu einem normalen Kochkurs zu gehen, sondern sie will dann schon... So Michelin-Küche, wenn dann.

00:17:21: Und wir waren einmal in die Schoom in London und haben dort ein unglaublich gutes Chicken Tikka Masala gegessen.

00:17:28: Und dann hat Hazel sich das Kochbuch gekauft und es zu Hause nachgekocht.

00:17:31: Und das war mit über fünfzig Zutaten, über seventy-two Stunden musste sie es kochen.

00:17:36: Und es hat wirklich dann am Schluss genau so geschmeckt.

00:17:37: Also die ist wirklich, das sage ich nicht einfach nur, weil ich gerade Hunger habe oder sowas oder was, weil es meine Frau ist, sondern die ist wirklich eine fantastische Köchin.

00:17:44: Also wenn du überall irgendwie eine Köchin suchst hier hier.

00:17:48: Das habe ich auch schon mitbekommen, dass du sehr überzeugt von dir bist beim Kochen.

00:17:53: Ich bin nicht so überzeugt

00:17:56: von mir, wie er von mir überzeugt

00:17:57: ist.

00:17:58: Sie hatte sogar das Kruppel davor, vor der Kamera zu kochen.

00:18:01: Sie hatte richtig Angst davor.

00:18:02: Sie wollte das eigentlich gar nicht.

00:18:03: Ich war mega aufregend.

00:18:04: Und dann habe ich gesagt, Hey Hazel, du kochst doch eh die ganze Zeit und du willst die ganze Zeit vor der Kamera sein, dann lass uns das doch mal verbinden.

00:18:10: Und dann haben wir so ein paar kleine Reels gemacht und die haben auch super funktioniert.

00:18:12: Zwei Sachen noch zum Thema Reisen und Kochen, bevor ihr richtig abnört.

00:18:17: könnt, über was kochen.

00:18:18: Es

00:18:21: ist wie so ein arrangiertes Date.

00:18:25: Ja genau, hol mal den Kaffee hier her.

00:18:27: Ich glaube, Hazel könnte auch noch eine Tasse vertragen oder macht es einfach mir rein.

00:18:30: Ich nehme die Tasse vom Thomas.

00:18:33: Ich nehme einfach

00:18:33: die.

00:18:35: Die Produktionskosten müssen teurer sein, weil Reisen ist da viel teurer geworden, oder?

00:18:38: Wo ist die Diskussion gerade?

00:18:39: Weil jedes Hotelzimmer, ich meine, das ist für uns auch ein Thema, jedes Hotelzimmer kostet nicht mehr, früher war immer so, ja, ein Honi pro Nase pro Nacht ungefähr.

00:18:46: Mittlerweile sind das in den großen Städten, sind das zum Teil dreihundertfünfzig Euro pro Nase pro Nacht.

00:18:52: Und dann ist ja auch noch Flügefallen aus, Züge kommen ständig zu spät und so weiter.

00:18:56: Es gibt auch

00:18:57: einfach nicht mehr viele Verbindungen.

00:18:59: Wird euch irgendwann auch auffressen oder zumindest ein Thema werden, oder?

00:19:04: Einer

00:19:05: der größten Diskussionspunkte, die wir jetzt gerade haben für die zwölfte Staffel, wirklich wie wir das meistern, weil es kein großes Geheimnis ist.

00:19:12: Ich arbeite für die RTL-Gruppe, für den Sender-Vox.

00:19:16: Wir haben alle in der Öffentlichkeit mitbekommen, was da gerade vor sich geht, dass da Stellenabbau betrieben worden ist.

00:19:22: Dann dürfen wir uns auch nicht weiter wie die Made im Speck bewegen und sagen, es ist uns ja egal, Hauptsache wir, wir, wir.

00:19:28: Und in der Tat ist einfach die Veränderung des Fernsehmarktes, hat gerade Konsequenzen.

00:19:32: Wir sollen einsparen.

00:19:34: Wir überlegen auch intelligente Einsparungen zu machen, allerdings nicht am Produkt, weil wenn das stattfindet, dann habe ich gesagt, dann hör ich auf.

00:19:42: Also ich bin kein großer Freund von Einsparungsmaßnahmen.

00:19:44: Ich habe ihn noch nie beobachtet, dass das irgendwo funktioniert hat.

00:19:48: Außer du hast vorher wirklich mit vollen Händen zum Fenster rausgeschmissen und das haben wir noch nie.

00:19:54: Ich habe das selber schon mal bei Gruner und Ja mitbekommen, als der Zeitschriftenmarkt ein bisschen eingedampft worden ist, dann wurden die ganzen Kreativen rausgeschmissen.

00:20:01: Es wurde hier gespart, da gespart.

00:20:03: Es waren nur noch irgendwelche Sesselforzer da, die die irgendwelche Zahlen verwaltet haben, die viel höhere Gehälter bekommen haben und irgendwann war der Inhalt weg, den man verwaltet hat.

00:20:12: Und davor habe ich auch bei Kitchen insbesondere Angst.

00:20:14: Ich ziehe gerade sehr den Hutfeuer Joko und Klaas, die jetzt auch mit, wer steht mir die Show?

00:20:19: Einfach gesagt haben, okay, das denken, äh, nicht wer steht mir die Show, ähm, ein Duel im Welt vorbei.

00:20:24: Wahrscheinlich ist das auch einer der Gründe.

00:20:26: Es war eine wahnsinnig teure Sendung.

00:20:28: Wir können das nicht mehr auf dem Livro machen und warum sollen wir so ein Ding am Leben halten?

00:20:33: nur, weil wir da ein bisschen Puder drauf machen und... dass noch eigentlich nur Bad mit wird.

00:20:37: Also eine große Herausforderung gerade.

00:20:39: Ich

00:20:39: habe auch gehört, dass er bei irgendeinem Producer tatsächlich vor einiger Zeit, ich weiß nicht genau wo es war und ich weiß nicht, wer es war, der Kopf gerollt ist, weil einfach eine Produktion, die normalerweise halt so mehr X gekostet hätte, auf einmal halt fünfmal so teuer war.

00:20:51: und dann, wenn dann die Quote auch nicht mehr genauso gut ist, sondern sogar noch ein bisschen schlechter, sagt halt am Schluss der Senderchef, hey, was ist denn da eigentlich passiert?

00:20:58: Also

00:20:58: es gibt so zwei Sichtweisen darauf.

00:21:00: Ich bin ja natürlich angedockt, also wir haben eine eigene Produktionsfirma gegründet, die ist angedockt an einer anderen Produktionsfirma.

00:21:07: Ich habe damals die Produktionsfirma gegründet, um aus dem Konzern raus zu sein, um bestimmte Vorgaben eines Konzerns nicht unbedingt erfüllen zu müssen, um weiterhin zu sagen, okay, lass uns die Marge einfach minimieren, weil wir verdienen immer noch Geld damit.

00:21:21: Das ist mir bis heute nicht klar, warum Konzerne so denken müssen.

00:21:25: Also ich verstehe es wirklich einfach unternehmerisch nicht.

00:21:27: Das liegt aber auch daran, dass ich da überhaupt nicht ausgebildet bin.

00:21:30: Ich glaube nicht, dass wegen einer einzelnen Produktion Köpfe rollen, weil es wirklich ein sehr vielschichtiges Thema ist als solches.

00:21:37: Aber grundsätzlich, wenn du die Kosten nicht hältst, und das ist am Ende des Tages für alles, was wir tun.

00:21:43: Wenn du jetzt einen Comedy auftritt hast und du willst Feuerwerk haben wie Randstein und willst einen Bühnenauftritt haben wie Pink am Seil und du brauchst noch einen großen Backdoor und eine Band und so, dann wird der Veranstalter auch immer mal zu dir so überordnet.

00:21:58: Das kannst du gerne.

00:21:59: Das machen wir zu Hause.

00:22:01: Das ist schön.

00:22:03: Auch wenn wir immer wieder den Leuten das den Eindruck vermitteln wollen, dass wir das nur aus Leidenschaft machen.

00:22:08: Nein, das ist auch unser Beruf und mein Beruf ist auch dafür da, dass wir Geld damit verdienen.

00:22:12: Ja,

00:22:12: und halt nicht nur wir, sondern natürlich auch noch hunderte Leute, die hinter uns stehen.

00:22:16: Das muss man auch immer wieder verstehen, dass ein Unternehmen, das merke ich ja selber an der Bullerei, natürlich verdient ich vermeintlich mehr als meine Mitarbeiter.

00:22:24: Aber es sind auch unternehmerische Entscheidungen, die in den Erhalt Dieses Objekt ist eines Restaurants investieren und da sind mehrere, das ist nicht einfach nur der Teller, den ich da auf dem Tisch habe, den ich bezahlen muss, sondern letzte Woche hatten wir in Hamburg brutale Verdienstausfälle, wirklich brutal für einige Klastronomien.

00:22:44: Ich kann das auch schon wieder.

00:22:46: durch diese Wetterpanik, die alle geschoben haben, weil da war eine Stornierungswelle in der Stadt irgendwie und die Kosten laufen halt einfach weiter.

00:22:53: Das musst du als Rücklagen haben.

00:22:55: Du musst auf Krisen eingestellt sein und und und und.

00:22:57: Ja

00:22:57: und du bist ja nicht nur der Chef, sondern auch das Gesicht der Bullerei.

00:23:01: und wenn ich habe mich dann mal ein bisschen durch die Rezensionen gelesen bei Google Maps, da gibt es zum Teil wirklich bizarre, also es hat eine super Bewertung im Schnitt, sehr sehr viele, aber ein paar negative sind dabei.

00:23:13: Ja, der Kellner hat mich nicht angelächelt, jetzt finde ich Tim Melzer scheiße.

00:23:17: Ja, die auch.

00:23:19: Kritiken sollen sie immer alle schreiben.

00:23:21: Manchmal denke ich nur, bleibt doch bitte beim Inhalt.

00:23:23: Und weil wir nehmen sie das schon sehr ernst.

00:23:24: Und die meisten haben auch recht, wenn es um inhaltliche Kritiken geht.

00:23:28: Also wenn es wirklich darum geht, dass ein Fleisch kalt ist, ein Fleisch kalt.

00:23:31: Da brauche ich gar nicht rumdiskutieren, wenn es für ihn kalt ist.

00:23:34: Ich denke nur, man kann da auch in dem Moment was sagen, dann machen wir es heiß und wenn es wieder gut, dann ist ein Fehler behoben.

00:23:40: Ähm ... wenn's darum geht die Charakterlichkeit oder Persönlichkeit oder die Musiklautstärke oder oder oder oder oder das Licht oder den Geruch oder was auch schon kritisiert worden ist mein Hosenstil.

00:23:53: Ähm, also was wäre für Wohnen?

00:23:56: Ja, was Häsel halt einfach meint ist, wenn irgendein Fehler an dem Restaurant passiert, fällt der negativ auf dich zurück, aber ja nicht umgekehrt.

00:24:03: Also das ist ja bei Häsel nicht anders.

00:24:05: Sie ist ja das Gesicht, die Stimme und der Name der Operation.

00:24:08: Auf

00:24:08: der anderen Seite glauben auch die Leute, dass ich so gut kochen kann wie meine Köche und das stimmt halt nicht.

00:24:12: Das stimmt.

00:24:13: In die andere Richtung geht es nur positiv.

00:24:14: Alle beiden, das weiß

00:24:15: ich nicht.

00:24:16: Ich habe ja zwei Fragen angekündigt.

00:24:18: Eine noch, du hast ja den Traum oder habe ich zumindest mal gelesen, einen Rest.

00:24:22: Restaurant in New York zu eröffnen, ist New York, wo wir jetzt bei der ganzen Welt sind, immer noch die kulinarische Metropole.

00:24:32: Für wen?

00:24:33: Für alle.

00:24:33: Nein.

00:24:34: Nein.

00:24:35: Nein.

00:24:35: Also Amerika hat einzelne Westerns als sonst, ansonsten ist Amerika so wie früher England.

00:24:40: Also, da ist so viel Dreck, wie kein

00:24:43: Anderland.

00:24:45: Da ist auch viel Oberflächlichkeit.

00:24:47: Da ist auch bei mir gar nichts mit der Kulinarik zu tun.

00:24:49: Ich gehe jetzt nicht in ein Land, was besonders witzig ist, wenn ich mich jetzt mit dir vergleichen würde, sondern ich gehe in ein Land, wo ich mich atmosphärisch wohlfühle.

00:24:57: Und ich habe eine magische Verbindung zu New York, die ich fahre das erste Mal mit achtzehnt da.

00:25:01: Und wo, das waren noch ein bisschen die Ruffenzeiten, das war neunundachtzig, da... Ging, so gab's noch Straßenzüge, auch in Sohlen, die du nicht gehen durftest, nicht sollte, ich hab's trotzdem gemacht, weil ich mich einfach self gefühlt hab.

00:25:14: Diese Stadt umarmt mich einfach.

00:25:16: Atmosphärisch, ich bin da nicht aufgeregt wie andere, die sagen, oh, guck mal, die Hohen.

00:25:20: So, ich bin da irgendwie auf eine ganz bizarren Art und Weise wirklich sehr zu Hause und ich liebe diese Energie dieser Stadt.

00:25:27: Ich liebe das.

00:25:28: Ich liebe dieses Verrottete, das ich kennengelernt hab.

00:25:31: Ich liebe das Kreative, ich liebe das Schicke, ich liebe das Schnelle, ich liebe das ... Ich mag die Stadt aber in allen Ebenen.

00:25:39: Wenn

00:25:39: du vor vier Restaurants stehst, was ist so was, worauf du achtest, bevor du dich entscheidest, in welches der Vier du reingehst?

00:25:45: Speisekarten?

00:25:46: Ja, also nicht, findest du nicht beeindruckend, wenn es so dreihundert Zeit sind?

00:25:50: Oh, der kann japanisch und tamilisch kochen.

00:25:56: Das ist ja inzwischen ein alter Hut, was leider für mich schwer ist, weil ich bin genau so einer.

00:26:00: Ich kann halt alles ein bisschen und nix richtig, aber ich stehe natürlich für eine Norddeutsche.

00:26:05: Deutschabprägung meines Charakters und den liebe ich auch.

00:26:09: Man sagt mir immer so ein bisschen, ich bin so der einfache Koch.

00:26:15: Das bin ich auch in ganz vielen Ebenen, wobei in meiner Einfachheit ist wahnsinnig viel

00:26:19: Tiefgang.

00:26:20: Also Schinkenudeln, Bratkartoffel, so.

00:26:23: Ja,

00:26:23: und die andere.

00:26:25: Ja, aber ich versuche immer zu überlegen, warum möge ich das?

00:26:28: Warum mag ich das?

00:26:29: Das ist so meine Komplexität, die ich an den Tag lege, wo ich dann wirklich sage, warum mögen wir bestimmte Gerichte so gerne?

00:26:34: Was ist das wirklich?

00:26:35: Ich

00:26:35: glaube, ich habe es mal zu Thomas gesagt, als wir so eine Pizza gegessen haben, die so richtig so soggy war, das ist wie eine... wie an der Brust trinken.

00:26:43: Das ist einfach so dieses Nuckeln.

00:26:45: Das berührt einen auf einer sehr ursprünglichen Art.

00:26:49: Habt ihr die Gedanken

00:26:51: vorher auch?

00:26:52: Ja,

00:26:52: die Pizza.

00:26:53: Nein, die Pizza.

00:26:55: Nee, das haben wir einfach bei einem Imbiss geholt.

00:26:57: Und das war so, weißt du, so diese großen Pizzen, wo du dann so unten, wo dir der Käse so in den Mund läuft.

00:27:01: Ja, ich liebe das halt auch einfach.

00:27:03: Ich liebe das ja auch einfach so zu mampfen.

00:27:05: Ich bin so voll da, also ich liebe so Kaiserschmarrn und Bratkast.

00:27:08: Aber der ist volles und man

00:27:09: nuckelt so dran.

00:27:10: Und das hat sowas näherndes, aber nicht nur auf einer kulinarischen Ebene, sondern so seelisch.

00:27:14: Also man wird...

00:27:15: So, und jetzt kommen wir meine Welt an.

00:27:17: Also diese Emotionen, die du gerade hast, das ist vielleicht... oder was du auch gerade erwähntest, Kaiserschmarrn mache ich gerade einmal die Woche vor den Leuten, weil ich auch durch den Winter, den wir gerade hatten, um das Gefühl hatte, wir brauchen mal sowas, wo man ans Lagerfeuer denkt und ein bisschen an Wollmütze, etc.

00:27:37: Ich war neulich, neulich, ich schätze schon zwei, drei Jahre her in Mugiritz.

00:27:41: Das ist ein Restaurant in San Sebastian.

00:27:43: Und da ist der erste Gang eine Silikronenbrust.

00:27:47: Also eine richtige Silikonbrust, die auch wirklich aussieht wie eine Silikonbrust.

00:27:51: Ich würde sagen Köppchengröße C. Vielleicht bis hin zu B. Und die ist gefüllt mit warmer Ziegenmilch.

00:27:58: Das heißt, der erste Moment, den du in diesem Restaurant erlebst, du nimmst diese Silikonbrust und die ist halt real life.

00:28:04: Also das ist so wie diese Faktholz.

00:28:06: Und dann nimmst du die Brust in den Mund und dann saugst du da diese Milch heraus, weil der Koch eben diese Reise des Essens.

00:28:15: innerhalb dieses Menüs beschreibt.

00:28:17: Also du fängst an als Embryo im

00:28:19: Restaurant.

00:28:20: Und da sitzt du dann manchmal so davor und denkst so, das ist kreativ, kann man sagen.

00:28:28: Ist

00:28:28: aber auch manchmal ein recht irritierender Anblick, weil auch in diesen Restaurants ja nicht immer alle nur zwanzig sind.

00:28:34: Und wenn da aber so ein neunzigjähriger im Roulat oder sitzt und dann so auf einem Brustern nuckelt und du musst das mit angucken, dann denk ich auch so... Oah, das ist ja raus von noch sehr vielen lieben

00:28:44: hier gerade.

00:28:44: Ja, es gab so ein Restaurant, ich will es den Namen nicht sagen, bitte.

00:28:48: Sag du ihn auch nicht.

00:28:49: Das war in Köln, da sind wir auch hin und wieder mal hingegangen, vielleicht so einmal im Jahr oder sowas.

00:28:55: Und das war mir auch immer ein bisschen too much.

00:28:57: Das war so selbstgemachte Röstzwiebel, Pralinen und irgendwie.

00:29:01: Und vor allem, was ich immer irre fand, wenn man die ganzen Gänge bestellt hat.

00:29:06: Ich habe einmal ein Foto gemacht von dem Tisch wieder danach außer alles voller Gläser.

00:29:10: Also pro Gang hat man, glaube ich, drei Gläser Wein bekommen und dann hatte man irgendwie sieben Gänge und halt, ich weiß nicht, zwanzig Gläser.

00:29:17: Also wo

00:29:17: ihr wirklich in Köln herausragend ist und erst, erst, ist, ist und zwar ohne wenn nun aber es wirklich emotional

00:29:24: ist.

00:29:27: Das ist komplex, das ist spannend, da kann man entdecken.

00:29:31: Das ist einer der unfreundlichsten und trotzdem angenehmsten Restaurantchefs, weil wenn du so pampig bist und auch nur ansatzweise gegen die Franzosen gehst, dann ist da wirklich so ein Kleinkrieg, aber auch sehr.

00:29:45: Und ich mag das ja, ne?

00:29:46: So eine liebevolle, provokante Art.

00:29:48: Aber da wird wirklich großartig gekommen.

00:29:50: Meinst du den?

00:29:51: Ja, das kann ich sagen.

00:29:54: richtige Analyse ist.

00:29:56: Ist es ober?

00:29:57: Nein, es hat nicht das, was es verspricht.

00:30:00: Ja, ich war dann nach Sturz besoffen und ich weiß nicht, wir sind dann immer dann da, da haben wir uns einen Döner geholt oder sind zu McDonalds gegangen oder so, weil ich war nicht satt, ich war überhaupt nicht befriedigt.

00:30:10: Wir wurden die ganze Zeit erklärt, was ich da angeblich alles schmecken muss.

00:30:13: Ich war auch einmal

00:30:14: schwanger und konnte gar nichts trinken und dann hat es mir auch nicht geschmeckt.

00:30:17: Ja, aber auch da muss man, da stelle ich mich auch einmal vor, meine Kollegen und auch für mich selber natürlich, ich habe ein Erlebnis gehabt, dieser Art.

00:30:24: Zwischen Lockdown eins und zwei, als wir wieder reisen durften, uns bewegen durften, bin ich mit einer mir sehr nahestehenden Person nach Kumbhagen gefahren und wollte in ein Restaurant gehen, den Archimisten.

00:30:39: Der Archimist ist hochexperimentell, jeder Teller hat auch eine klare politische Aussage, da kriegst du auf eine Zunge.

00:30:46: Als Zunge, da gibt es die Taube im Zuchtkäfig serviert.

00:30:51: Da ist auch immer so ein bisschen, das ist sehr vielschichtig, sehr, sehr, sehr krass inszeniert.

00:30:57: Ja, das ist so wie modernes Theater.

00:30:59: Ich hab da mal so ein paar Reels gesehen, auch mit der Beleuchtung und so.

00:31:01: Der ist brutal.

00:31:02: Also wirklich

00:31:03: brutal.

00:31:04: Und ich bin dahin gegangen, ich wollte einfach ein bisschen Nordic essen und hatte mich auf den süßhauren Geschmack gefreut, ein bisschen dill, ein bisschen essig.

00:31:10: Du

00:31:10: wolltest einfach einen Coffee to go.

00:31:13: Und die ersten drei Gänge haben mich so wütend gemacht, weil das war so hyper inszeniert.

00:31:18: Ich hab so schlechte Laune bekommen und das Essen war scheiß und ich war genervt.

00:31:22: Und da hab ich mir aber wirklich gesagt, Di, du bist mit, du bist... Du bist endlich mal wieder raus.

00:31:27: Du bist endlich mal wieder unter Menschen.

00:31:29: Du darfst jetzt mal genießen.

00:31:31: Scheiß doch mal aufs Essen.

00:31:32: Du hast deine Erwartungshaltung werden hier nicht erfüllt.

00:31:36: Oder habe ich nur mal mein Zett geändert?

00:31:38: Ich hatte einen der schönsten Abende.

00:31:39: in meinem gesamten Leben beim Essen gehen.

00:31:41: Das Essen war herausragend.

00:31:43: Es wurde herausragend, weil ich einfach gemerkt hab, wir haben ja eine Beziehung.

00:31:47: Weißt du, wenn du jetzt keine Lust hast, irgendwie keine Beislaufe auszuüben mit deinem Mann, dann kann er doch machen, was er will.

00:31:54: Dann hast du das gute Recht, keine Lust zu haben.

00:31:57: Und dann brauchst du dich nicht drehen und wenden.

00:31:59: Da muss man einfach sagen, so heute nicht.

00:32:01: Heute ist einfach nicht das Momente.

00:32:02: Heute lassen wir die Zuchttaube im Gehäfig schauen.

00:32:04: Genau, und wenn du jetzt ins Restaurant gehst und du merkst, das ist nicht, dann treff eine Entscheidung.

00:32:09: Weil ich habe das sehr oft im Rest und nicht oft, aber drei, vier mal schon gemacht, dass ich zu Tischen gegangen bin.

00:32:15: Ich weiß nicht ganz genau, was ihre Erwartungshaltung an uns war oder sind.

00:32:19: Ich merke nur, wir können sie gerade nicht erfüllen.

00:32:20: Was können wir für sie tun?

00:32:22: Also helfen sie uns bitte weiter.

00:32:24: hab auch überhaupt kein Problem damit, ihn jetzt ein Tisch voran das zu organisieren, weil ich finde einfach so, wir haben alles getan, was wir können.

00:32:32: Und wir kriegen nicht zurück.

00:32:34: So funktioniert das einfach nicht.

00:32:35: Wir sind Gastgeber, wir sind keine Dienstleister.

00:32:37: Wir sind wie ein Gastgeber.

00:32:39: Und glaub mal, dass die meisten in unserer Branche alles geben dafür, dass ihr eine gute Zeit habt.

00:32:44: Alles.

00:32:45: Und wenn das nicht passiert, dann kann das vielleicht sein, weil du Schwanger warst?

00:32:49: Ja.

00:32:49: Und nicht weil alle Schwangeren jetzt so, aber vielleicht war der Tag einfach nicht rund.

00:32:53: Ich bin heute morgen.

00:32:54: Ich habe eine Stunde gebraucht, heute in den Fahrt zu kommen.

00:32:58: Ich wäre richtig schwer, richtig mit Gewicht heute aufgewacht.

00:33:02: Und ich musste mich dann richtig langsam in diesen Tag reinarbeiten.

00:33:05: Hätten wir den Podcast vor zwei Stunden gemacht.

00:33:10: Ja, wir sind ja auch große Snackerhelse und manchmal gibt es auch so Tage, da wollen wir einfach, keine Ahnung, ein Oreo-Eis Sandwich oder einfach weißt du, irgendwas und ich habe letztens was gesehen zum Thema, wie man die perfekte Flasche Wein aussucht und da war auch die erste Regel, hat er gesagt, was willst du?

00:33:27: Also du musst dir einfach im Klaren sein, willst du deine Schwiegermutter beeindrucken?

00:33:31: Oder willst du abends bei einer bestellten Pizza einfach dir schön einen reinorgelt?

00:33:35: Und das ist einfach die Frage.

00:33:36: Also du musst dich erstmal fragen, was will ich überhaupt?

00:33:38: Und wie in allem ist es, glaube ich, bei meinem Zugang.

00:33:41: Ich finde, wenn ich klassische Musik höre, ich bin musikalisch relativ divers aufgestellt.

00:33:45: Also wirklich von... von New Metal, Rock, Punk, also ursprünglich mal aus dem Punk raus, irgendwie bis hin zur Klassik.

00:33:54: Kannst du alles

00:33:54: spielen?

00:33:55: Nee, und das ist das Einzige, was ich ganz geil finde, dass wir Spotify haben.

00:33:59: Darf man das sagen?

00:34:00: Ja, klar.

00:34:02: Dann gibst du ein depressive Musik.

00:34:05: Geil.

00:34:06: So, Musik für Beerdigung, dann hörst du Musik für den Sonntagmorgen-Bunch, dann gibst du ein irgendwie so, also du gibst so zwei, drei Schlag und dann kriegst du eine Playlist und von dieser Playlist ist mindestens ein Viertel, ganz geil.

00:34:18: Und das finde ich halt so, äh, wir kommen ja nicht darauf jetzt gerade.

00:34:22: Weil du dich

00:34:23: fragen musst, was willst du?

00:34:24: Also genau.

00:34:25: Deshalb muss ich nicht Experte werden.

00:34:27: Und wenn du sagst, ich mag lieber Rot, dann bist du bei Rot gut.

00:34:29: Und dann guck dir, magst du lieber was Helles oder lieber was Kräftiges?

00:34:33: Magst du das Maulig oder magst du es lieber elegant, der gar nicht so viel dir die Fresse ausspült?

00:34:38: Ich bin mauliger Wein.

00:34:39: Also ich brauch Konsistenz.

00:34:41: Und Wein hat Konsistenz.

00:34:43: Deshalb bin ich eher, was die meisten bis vor den Jahren immer noch ein bisschen abschätzen auch betrachtet und ich mag neue Welt.

00:34:51: Jetzt werde ich gerade aber älter.

00:34:52: Jetzt geht der maulige Geschmack weg und ich fang eher an, eleganter zu werden.

00:34:56: Warum auch immer das ist.

00:34:57: Das ist nicht, weil ich das will.

00:34:58: Und ich merke, ich komme jetzt gerade in die Begründerwelt an.

00:35:00: Ein Wein, den ich vorher überhaupt nicht getrunken habe.

00:35:02: Ich mochte nicht.

00:35:03: Mir war mir zu wenig.

00:35:04: Ich war da in meiner so... In der halbstarken Welt war mir das einfach zu wenig.

00:35:10: Und ich trink das, was mir schmeckt.

00:35:12: Und du kannst mir so viel diesen ganzen biodiversen, organik, ungefilterten, ungespäfelten Pisskatzenweinen empfehlen, wie du willst.

00:35:19: Und ich finde es penetrant, wenn ich sage, ich mag ihn nicht, ich mag die Struktur nicht.

00:35:23: Und der mir immer wieder diesen Wein, ja, aber wir haben den einen Wein.

00:35:26: Und jedes Mal bin ich genötig zu sagen, das ist Katzenpisse.

00:35:30: Dass nichts anderes ist.

00:35:31: Und damit meine ich nicht, dass es Katzen ist.

00:35:33: Es ist für mich, in meinem Geschmack.

00:35:36: Und nur weil du das geil findest, muss ich das so nicht anfangen zu mögen.

00:35:40: Und vor allem muss es dich ja nicht beleidigen, dass jemand anders was gut findet, was du nicht gut findest.

00:35:44: Oder umgekehrt.

00:35:45: Wo merkst du denn beim Kochen, dass du älter wirst?

00:35:47: Ich werde immer einfacher.

00:35:48: Ich werde immer klarer.

00:35:49: Ich werde immer unkreativ.

00:35:51: Kreativität nervt mich hochgradig.

00:35:53: Also folgend so halb sein in Kreativität.

00:35:55: Aber ich bin schon wieder durchs Tal durch.

00:35:58: Also fängst du schon wieder an die Zwiebel zu schneiden und nicht ganz in die Karte zu schmeißen?

00:36:02: Ich hatte das ja.

00:36:02: Ne, aber es geht auch so ein bisschen, was man bei anderen Köchen gut findet.

00:36:05: Und ich hatte so Reichranitzky, Thomas Gottschalk, Götzgeorge, wenn alte Männer so langsam den Bezug zur Echtzeit verlieren, dann meinen sie ja trotzdem eine Meinung haben zu müssen.

00:36:14: Und ich hatte so eine Phase, ich habe sie sehr stark zumindest öffentlich für mich behalten, aber im kleinen Kreise, da war ich schon oft mal so dieser Importe-Karpfen.

00:36:22: Der ist ja

00:36:25: perfekt, wenn du es einfach privat rauslassen kannst.

00:36:27: Also danke an dieser Stelle von uns allen, dass du es nicht öffentlich

00:36:30: gemacht hast.

00:36:31: Nein, das noch nie.

00:36:31: Deshalb kann man bei mir immer davon aus, egal was ich sage, in welcher Tunnelität oder mit welchem Grundton das ist immer, ich trete nur nach oben, nie nach unten.

00:36:39: Das ist mir, glaube ich, bis heute immer gelogen.

00:36:41: Aber das ist ja das Schöne an dir.

00:36:42: Du wirkst ja eh so, als wärst du am Boden.

00:36:43: Deswegen kannst du gar nicht nach unten treten.

00:36:45: Weißt du, das lieben die Leute an dir.

00:36:46: Bei Kitchen Impossible denken sich, der kann gar nicht.

00:36:49: Unruhe ist kein Raum.

00:36:50: Da ist nur der fettige Küchenboden.

00:36:52: Du bist ja schon das unterste Niveau.

00:36:54: Du bist die Fliese der Gesellschaft.

00:36:58: Du war Nörpel unter

00:37:00: dir, Herr Melter.

00:37:02: Wir haben nicht mehr so wahnsinnig viel Zeit und noch wahnsinnig viele Fragen.

00:37:05: Das ist das warum.

00:37:07: Ja, das war das warum.

00:37:08: Was vermisst du an der deutschen Küche grundsätzlich?

00:37:12: Nix.

00:37:13: Was soll die vermissen?

00:37:14: Also ich sage mal so einen Common Sense und in der Wahrnehmung ein bisschen den Stolz darauf.

00:37:20: Weil ich finde, guckt ja die Italiener an, die können Podiumsdiskussion darüber führen über ein Rezept, was aus drei Zutaten ist, Pasta, Risotto und Pizza.

00:37:29: Also das ist die Idee in A und da labern die und labern und labern und da haben die Universität, die haben eine Pizza-Universität.

00:37:40: Wo ist sie?

00:37:41: In Nepal, in Neapel.

00:37:44: Eine Universität für Pizza.

00:37:46: Das musst du dir nochmal bei uns werden an Universitäten, Architektur, Mathematik und Medizin.

00:37:51: Die beschäftigen sich mit Mil-Wasserhefe.

00:37:54: Das wird dort beigehen.

00:37:56: Das find ich toll.

00:37:57: Ich finde das toll, weil die beschützen das.

00:37:59: Die brauchen keinen Unesco, bla bla bla.

00:38:01: Sondern die haben eine Wahrnehmung zu ihrer eigenen Kulinarik und die ist relativ basic.

00:38:08: Und ich finde es toll, wie sie darum kämpfen und wie sie es verteilen.

00:38:11: Ich habe mich einmal getrauten, Risotto in Italien zu kochen.

00:38:15: Ich habe die Diskussion um einen verlassen.

00:38:17: Vier Stunden später wurde immer noch diskutiert darüber, ob es richtig war.

00:38:20: Und sonst ja, es wurde, denn irgendwann haben sie sich darauf geeinigt, es war reiß.

00:38:24: Aber es war kein Risotto.

00:38:25: Aber wie sie sich gestritten haben, wäre das beste Risotto kocht.

00:38:28: Das war krass.

00:38:29: Nee, dieser, dieser, du sagst Brakkartoppel.

00:38:32: Und ich habe schon im Unterton wieder gemerkt, das ist sowas Profanis für dich.

00:38:36: Eine Bratkartoffel ist richtig komplex.

00:38:38: Das ist ein sehr komplexes Gericht.

00:38:41: Wenn du wirklich mal die Technik und das ganze und den Prozess und den Aufwand, der dahinter steckt, nur bei uns kostet eine Bratkartoffel für Euro neunzig.

00:38:48: Für einen einfachen Pizzafladen, den nun wirklich hier das Schimpanzi zusammenrühren kann und das meine ich nicht despektierlich.

00:38:54: Das ist ein Rezept.

00:38:56: Sind wir bereit, zwanzig, zwanzig, vierundzwanzig Euro inzwischen aufzugeben?

00:38:59: und das verstehe ich manchmal nicht.

00:39:01: Also ich merke es jetzt gerade, weil wir seit zwei Wochen, jetzt Nies Montag, das Ding wird ja später ausgeschaltet, nicht so wichtig.

00:39:10: Ich bin aus dem Urlaub gekommen, es hat geschneit in Hamburg und ich hatte Lust auf der Beküche, auf deftige Küche.

00:39:15: Und ich muss es immer ein bisschen stärker kommunizieren, weil wenn ich sage, ich mache einen Gulasch, dann sagen die Leute,

00:39:22: ja.

00:39:24: Aber zu viel wollen wir dafür nicht ausgeben.

00:39:26: Jetzt inszeniere ich das Ganze ein bisschen mit meiner großen Fresse und habe dann wieder Schnitzel und Kaiserschmarrn und Chefkocht selber und das pure Chaos bricht aus, sichtbar in einer offenen Küche.

00:39:37: Wir hatten jetzt sozusagen, wenn der Podcast ausgestrahlt wird, eine der besten Aushilfskräfte für österreichische Desserts.

00:39:42: Johann Larver kommt vorbei und wirklich für drei Stunden ist es kein Event, sondern der steht wirklich aus Aushilfskoch da.

00:39:50: weil ich das einfach lustig finde.

00:39:53: Also was mir auffällt ist, dass die katholischen Bundesländer mehr fressen und saufen als die protestantischen Bundesländer.

00:39:59: Warum?

00:40:00: Ich habe keine Ahnung.

00:40:01: Ich denke, das hat irgendwas wirklich mit dem Glauben zu tun, aber nicht mit dem Glaubenglauben, sondern mit der Ausübung des Glaubens.

00:40:07: Ja, ich glaube auch, dass Sie dann, wenn Sie mal den Deckel nicht drauf haben, dass Sie dann richtig steil gehen.

00:40:11: Und dass Sie danach in die Kiste gehen können und sagen können, ich habe was falsch gemacht.

00:40:14: So, ich glaube, das und wir müssen

00:40:16: mit der Last-Deep.

00:40:17: Genau, bei den katholischen Ländern ist Sündigen eine größere Tradition.

00:40:22: Ja, und wir werden ja in Italien, natürlich sind die Lebensräume, ich meine ganz ehrlich, wenn du nach Hamburg gehst, irgendwie wir haben hier von Oktober bis März eine Lichtstimme.

00:40:30: Heute haben wir Sonnenschein.

00:40:31: Das ist richtig spektakulär.

00:40:32: Ja, und natürlich kommt auch jemand besser, der dich zur Begrüßung auf den Mund küsst, als der dir eine nasse kalte Hand in die Hand drückt.

00:40:39: Und hier wächst ja auch nichts jetzt.

00:40:41: Jetzt wächst für sechs Monate gar nichts.

00:40:43: Also Maxi immer Fußballs von den nassen Socken.

00:40:47: Und das hat auch einen Einfluss auf die Küche.

00:40:49: Da ist nun mal alles ein bisschen leichter in Spanien, in Frankreich.

00:40:52: Frankreich sowieso ist ja noch mal ganz anders, aber das ist halt auch kulturell geprägt.

00:40:57: Ich glaube auch, dass die Politik Und der Verbraucher selber Schuld haben.

00:41:01: Weil wenn schon mein Politiker da ist ja auch in Ansatzweise nur sich dem Genuss fröhnen, dann kommt gleich wieder der Misskunst und der Neid.

00:41:08: Oder der sagt, wieso kann der hier, der muss doch sagen, das soll er sich hören, weil ich muss auch sparen.

00:41:14: Wo ist auch Mensch.

00:41:15: Kochst du immer noch gerne?

00:41:18: Äh, ich, ich, ich koche lieber denn je, weil ich mehr und mehr ... Also für

00:41:24: Kunden oder auch privat, oder was?

00:41:25: Sowohl als auch.

00:41:26: Ja.

00:41:27: Ich koche kein Service mehr, das kann ich gar nicht mehr.

00:41:29: Also Service bedeutet, achtzehn Uhr, Tür geht auf und Gäste kommen rein.

00:41:33: Das

00:41:33: kannst du nicht mehr, weil du den Stress nicht mehr handeln kannst oder weil du einfach sagst, das tue ich mir nicht mehr an.

00:41:37: Weil ich den Stress nicht kann, weil ich die Logistik nicht beherrsche, weil ich müde werde, weil ich alt werde.

00:41:42: Und das ist eben auch das, was man immer... Kochen ist sehr intensiv, ist schön, ist toll, das macht es ja auch aus.

00:41:48: Es ist

00:41:48: auch gefährlich.

00:41:49: Ich glaube, das unterschätzen die Leute immer, weil sie sagen so, ich bin so überrascht über den rauen Ton in der Gastro.

00:41:54: Es ist Feuer, es sind Messer, es ist total eng.

00:41:58: Du musst auf den Punkt abliefern, die Kritik ist total unmittelbar und das ist ja auch super schnell wieder weg.

00:42:04: Also du kannst ja lange an dem Menü rumnuckeln, aber nach einer Stunde ist es einfach weg.

00:42:09: Es ist mit Publikumsverkehr und das weißt du, der Unterschied zwischen irgendwie so ein Podcast zu machen, du hast eine andere Aufregung, als wenn du jetzt gerade kurz vor einer Show stehst.

00:42:18: Und da kriegst du nämlich so, da musst du Timing liefern, da musst du auf den Punkt sein, da kriegst du sofort das Feedback.

00:42:23: Du weißt selber, wenn da jemand sitzt, erste Reihe, Arme verschränkt und er sagt, dann liefer mal, bring mich mal zum Lachen.

00:42:31: Und du weißt schon so... Tiki, wenn du das nicht wirst, dann geh doch.

00:42:34: Warum rum?

00:42:35: Und da können Zehntausend Leute sein.

00:42:37: Diesen Typen siehst du immer und immer wieder.

00:42:40: Und du gehst, machst, hast eine tolle Show.

00:42:41: Wenn der Typ dich getriggert hat und dich an ... Oder ... Dann gehst du nach Hause und denkst, richtig geil, weil das heute nicht.

00:42:49: Was?

00:42:50: Das ist auch kochend.

00:42:51: Wir merken das.

00:42:52: Wir kochen hundert Leute, MRLs sind toll und Jeroleute und das Ganze ist so.

00:42:56: Und das eine sagt, ja, aber ... Das war jetzt nicht so, das hab ich schon mal da, und dann wird's ganz schlimm, wenn's verglichen wird.

00:43:04: Das ist als wenn, keine Ahnung, da kommt jemand zu dir und sagt, ich war bei der Käbekurs, das war besser.

00:43:09: Oder sie vergleichen mich mit mir in anderen Formaten.

00:43:13: Sie sagen dann, wieso hast du nicht Politiker-Interviews auf der Bühne?

00:43:16: Wie soll das logistisch überhaupt funktionieren?

00:43:21: Dann musst du die Leuten das erklären.

00:43:22: Trotzdem nimmt man einen gewissen Grundfrust manchmal auch mit nach Hause und denkt, es ist wie es ist.

00:43:27: Aber ich finde, das ist nach wie vor einer der tollsten Berufe, die man ausüben kann.

00:43:31: Sag mal deine Hand, dein linker Mittelfinger ist ...

00:43:35: Abgeschnitten.

00:43:36: Ist das jetzt frisch oder ist das immer

00:43:38: so?

00:43:38: Weihnachtsküche.

00:43:39: Hast du dich abgesäbelt?

00:43:40: Was war die schlimmste Verletzung, die du mal...

00:43:43: Ich habe mich noch nicht so schlimm verletzt.

00:43:44: Weil

00:43:44: du hast nämlich echt sehr jugendliche Hände, sehr puristisch, geradezu jungfreulich.

00:43:49: Sag mal die andere Seite.

00:43:51: Also von innen, die Hand innenfläche?

00:43:53: Du siehst

00:43:53: überhaupt nicht aus, als hättest du jemals gearbeitet.

00:43:56: Nein, hab ich jetzt auch in der Form lange nicht mehr, darf ich auch ehrlich zu sagen.

00:44:01: Die stimmste Verletzung, ich kriege jedes Mal, ich merke es jetzt schon, mich nur dran denke, Aufschnittmaschinen nicht.

00:44:08: So, wir haben welche, aber ich kriege sobald ich dran denke, kriege ich so ein mulmiges Gefühl, ich benutze sie auch selber nicht.

00:44:13: Das sind die Vertikalen?

00:44:15: Ja, genau, diese Foto-Schenkenaufschnittest du.

00:44:19: Die mag ich überhaupt nicht gerne.

00:44:22: Verbrennungen sind schon.

00:44:23: Also ich mag Schnittwunden sind nicht so schlimm für mich.

00:44:27: Wie gesagt, verbindest du das und auch das ist ein guter Schmerz.

00:44:31: Ich finde man kann Schmerzen ja auch divers betrachten.

00:44:35: Brandschmerzen das kleinste bisschen, was ich hier habe.

00:44:39: Also wenn und wenn es nur so ein Streichholzding ist, was man sich hat oder so.

00:44:42: Boah, das hasse ich wie die Best.

00:44:43: Stundenlang im der ganze Körper Maisbad.

00:44:47: Gibt es, weil du gesagt hast, dass dein Geschmack sich verändert und auch deine Art quasi der Welt entgegenzutreten, gibt es Regeln, die du mittlerweile bewusst brichst, also sowas wie so Kochregeln, das und das darf man nicht machen?

00:45:01: Ja, ich breche derzeit ich bewusst wogen ist wieder, aber auf eine liebevollen Art und Weise, weil ich vertraue mir wieder, dass ich ein guter Mensch bin.

00:45:10: Und ich habe letztes Jahr ein halbes Jahr Pause gemacht und habe viel drüber nachgedacht.

00:45:14: Wer will ich eigentlich sein?

00:45:15: Was will ich eigentlich?

00:45:15: In welche Gesellschaft möchte ich mich bewegen?

00:45:18: Und ich habe für mich festgestellt, ich möchte nett sein.

00:45:20: Ich möchte ein netter Mensch sein und ich weiß, dass ich ein netter Mensch bin.

00:45:23: Und ich weiß auch, dass ich in diesem Netz ein natürlich Fehler mache, aber für die kann ich mich entschuldigen.

00:45:27: Wenn ich jederzeit jeden Fehler im Voraus bedenke, bin ich nicht mehr ich.

00:45:31: Ich gehöre zu den intuitiven, spontanen Menschen und das verursacht manchmal falsche Momente.

00:45:37: Aber ich habe die Eier mich jederzeit dafür um zwar klar und sauber zu entschuldigen.

00:45:40: Also nicht ich entschuldige mich, sondern ich bitte um Entschuldigung und nicht wenn ich dir weh getan habe.

00:45:45: Ich weiß ich habe dir weh getan.

00:45:47: Also ich finde Sprache ist relativ einfach in Deutschland gerade für solche Sachen.

00:45:52: Aber ich finde auch und wenn das jetzt mein Preis ist, den ich dafür bezahle, dass ich früher oder später irgendwann mal aufgrund was auch immer mein Hut ziehen, dann muss ich das machen.

00:46:02: Weil ich lerne, ich bin ein siebziger Jahre Kind, also bin ich geboren, ich habe mich wie mein Eltern nach Hause aufgeliehen, wollte mein eigenes Leben leben, ich habe mein eigenes Leben aufgebaut.

00:46:15: Ich habe mein eigenes Leben aufgebaut.

00:46:17: Ich wollte nicht mehr in der Feindeinküche sein.

00:46:19: Ich habe mich gegen die Feindeinküche aufgelehnt und habe gesagt, die andere Küche braucht auch ein Gesicht.

00:46:25: Ich finde, dass meine Art ein Gesicht verträgt, also dass man das auch gut sichtbar machen kann.

00:46:30: Und ich möchte auch nach wie vor weiter lernen und erzogen werden, aber ich will aber nicht mehr umerzogen werden.

00:46:35: Weil ich weiß, dass meine Motivation eine gute ist, eine sehr positive.

00:46:39: Wir haben da gestern erst darüber geredet, weil wir haben jetzt so ein paar Momente gehabt von Podcast-Schnipseln, die zum Teil so falsch interpretiert wurden von manchen Leuten.

00:46:49: gibt es einen Unterschied zwischen der Erziehung von Jungs und Mädchen, haben wir darüber geredet.

00:46:53: Und dann kam natürlich, ja, es gibt doch eigentlich gar keine Geschlechter und man kann es doch gar nicht so sagen, blablabla.

00:46:58: Und wir haben selber ja nur zwei Töchter.

00:47:00: Wir haben sogar eigentlich den anderen Leuten, also Eltern von Jungs, die Hand ausstrecken wollen, gesagt, wir glauben, dass die Erziehung von Jungs erst mal schwieriger ist als die Erziehung von Mädchen.

00:47:09: Und da haben die Leute uns einen Strick draus gedreht, oder Helse hat gesagt, ich fand mich auf meinen Fotos von früher hässlich, weil ich Agne hatte.

00:47:17: Und dann haben die Leute gesagt, was findest du jetzt?

00:47:19: Alle Leute hässlich, die Agne haben.

00:47:21: Kannst du so über dieses

00:47:22: Foto sprechen?

00:47:23: Wir haben das so.

00:47:24: Und ich denke, Leute denken ja, glaube ich, oder Hazel wird eher als eine Person so in der anführlichen Linkenbubble wahrgenommen.

00:47:33: Und selbst bei Hazel sind die Leute zum Teil dann so penibel, was was Sachen anbelangt.

00:47:37: Und deswegen verstehen wir das.

00:47:40: Und es gab schon immer, wir haben eine, also ich sage mal ein Bekannter von mir, der hat Kinder, und der hat eine Erziehungsregel, wenn man nicht zu sagen hat, einfach mal die Fresse halten und das wird auch deutlich kommuniziert.

00:47:51: Das wäre

00:47:51: bei den Kindern auch ganz nice, wenn die das dann auch machen würden, wenn die nicht

00:47:54: jemand wäre.

00:47:55: Nein, das geht ja um die Kinder.

00:47:56: Das geht wirklich um die Kinder.

00:47:57: Das

00:47:58: ist, wenn die sich gegenseitig, wenn die Kinder sich gegenseitig kommentieren, wenn die sich gegenseitig, ja, das war, weißt du, egal.

00:48:07: Aber das ist eben genau das, wo ich sage.

00:48:09: Ich höre alles und ich versuche auch zu reflektieren.

00:48:12: Es geht nicht darum, dass ich es ignoriere.

00:48:15: Aber ich möchte auch nicht jedem Artenzug tätigen und im Vorfeld darüber nachdenken, wo könnte ich denn jetzt... Lass mich weiter in meine Fehler machen und aus Fehlern lernen und wenn ich mich entwickeln kann, toll.

00:48:26: Aber ich bin ja nicht so und... Ich will auch diese ewige Diskussion nicht mehr.

00:48:30: Ich will miteinander wieder generieren.

00:48:31: Ja,

00:48:32: wir haben das auch, dass wenn wir bei was Falsches sagen, wir sind sehr gut damit gefahren.

00:48:36: Ich meine, wir stehen seit jetzt zehn Jahren also Hazel und ich in der Öffentlichkeit auch mit unserem Podcast vor allem.

00:48:41: Und wenn wir mal was Falsches sagen, dann entschuldigen wir uns einfach und dann geht es meistens auch irgendwie.

00:48:46: Also natürlich gibt es dann immer den einen, ja, ihr hättest aber da und da dies und das machen können.

00:48:51: Drei Wochen oder so, was hat eine Frau unter den Podcast geschrieben?

00:48:55: Ich kämpfe gerade mit einer S-Störung, mich triggert das total.

00:48:58: Wenn ihr über Kalorien redet, könnt ihr das irgendwie anders sagen oder so was?

00:49:02: Habe ich gesagt, ja, tut mir leid.

00:49:03: Habe ich jetzt nicht darüber anders reden, weil ich eh gar nicht groß über Kalorien reden will, so, keine Ahnung.

00:49:08: Ich finde jetzt Kalorien nicht besonders... Richtig oder sonst irgendwas.

00:49:11: Also

00:49:11: es gibt

00:49:12: ja einen Unterschied zwischen.

00:49:13: habe ich so noch nie drüber nachgedacht, danke für den Input.

00:49:15: oder habe ich sehr wohl so drüber nachgedacht, aber mache ich natürlich

00:49:18: gewusst.

00:49:19: Ich

00:49:19: werde noch nicht

00:49:20: trotzig in dem Moment.

00:49:23: Wenn ich von irgendwas berührt werde, muss ich es ausmalen.

00:49:26: Ich kann Filme nicht sehen, wo bestimmte Gewalt singet sind.

00:49:28: Ich kann das nicht.

00:49:29: Ich mag keine Horrorfilme.

00:49:30: Dann kann ich jetzt nicht hingehen.

00:49:31: Ich will ein Horrorfilm gucken.

00:49:32: Irgendwann ist auch mal gut.

00:49:37: Wir sind eine Gesellschaft, die funktioniert aus Zusammenführung von sehr vielen Individuen.

00:49:41: Aber jedes Individuum muss auch eine Schnittmenge anbieten, wo wir einen Common Sense haben innerhalb einer Gesellschaft.

00:49:47: Und egal, ob du im Stehen sitzen oder links oder oben oder unten pinkelt.

00:49:51: Das macht, wir müssen wieder zusammenfinden, dass wir eine Schnittmenge haben.

00:49:55: Und in dieser Schnittmenge müssen wir einfach das Verständnis haben.

00:49:58: Ja, da passieren Dinge.

00:50:00: So, und wenn ich da wirklich ein Ding mit hab, dann kann ich nicht den anderen in die Verantwortung ziehen, sondern muss ich an mir arbeiten und muss gucken, dass ich ist ein richtiges Bahnen.

00:50:08: Das

00:50:08: sind wir wieder beim Zimmer Wein oder auch beim Zimmer Essen.

00:50:11: Wenn du von vorne rein ... Wenn du keine Lust zum Beispiel auf Lachen hast, dann geht doch da nicht hin.

00:50:16: Man merkt, es gibt Leute, die schauen sich einen Comedy-Special an, nur um dann am Schluss sagen zu können, ja, das war aber Fatshaming, das war das, das war das.

00:50:23: Habt

00:50:23: ihr wahnsinnig beim Stand-up-genervt eine Zeit lang?

00:50:25: Das ist jetzt wieder ein bisschen besser geworden, dass jeder Comedian, gerade Stand-up sich vorentschuldigt hat bei den Leuten zu sagen, hey, was ich hier mache, ist Comedy.

00:50:35: So, und deshalb wird es Momente geben, wo ich vielleicht den einen oder anderen Witz mache.

00:50:40: Ja, wie in einem

00:50:40: Flugzeug, wo du sagst, es könnte auch abstürzen und

00:50:43: in dem Fall nüstet ihr da.

00:50:44: Und wo ich

00:50:44: sage, was

00:50:45: ist los mit euch?

00:50:46: Warum entschuldigt ihr euch dafür?

00:50:47: Ja,

00:50:47: also lachen.

00:50:49: dass das eigentlich jemand, der seit zehn Jahren Jokes schreibt, lachen ist immer auslachen.

00:50:55: Es ist entweder auslachen über dich selber oder auslachen gegenüber anderen Leuten.

00:50:59: Es ist entweder nach oben treten, dann wird es als besser empfunden oder nach unten treten.

00:51:02: Aber es ist immer, lachen ist immer, hat immer eine Richtung, immer, immer.

00:51:06: Und das, also wer das nicht checkt, keine Ahnung.

00:51:09: Welches Küchentool in Deutschland wird deiner Meinung nach überschätzt?

00:51:14: Privat oder?

00:51:15: Privat.

00:51:17: So was wie eine Hängematte für Bananen.

00:51:19: Gibt es irgendwas, was du so ... Hazel hat gestern in so einer Showküche gesehen und gesagt, das ist eine Küche und das Nervtasel total, bei der wird nicht gekocht.

00:51:26: Das sieht man einfach sofort.

00:51:27: Also was ich so nicht mag, sind so ... Also ich mag ein Schneidebretter mit Messer, eine gute Bratpfanne und ein guter Kochtopf.

00:51:35: Und zwar

00:51:35: ein großes Schneidebrett und ein großes Messer.

00:51:38: Ich hasse kleine Schneidebretter und ich hasse kleine Messer.

00:51:41: Also ein kleines stumpfes Messer ist, glaube ich, das Gefährlichste, was du in der Küche haben kannst.

00:51:45: Weil die Leute gerade so Frauen ... die nicht gerne kochen, die Kinder haben, die schon aus dem Haus sind.

00:51:50: Die haben dann irgendwie total Angst vor Sachen, weil das einfach so ist.

00:51:54: Und die haben immer Angst vor großen Messern.

00:51:56: Und dabei sind große Messer das, was du am besten kontrollieren kannst.

00:52:00: Und ich bin kein Freund von Zuvietkarn.

00:52:02: Warum nicht?

00:52:04: Das ist wie Ficken auf Anleitung.

00:52:05: Das ist so, das ist ja die Kenne meine...

00:52:08: Für Leute, die gar keinen Sex haben, müssen

00:52:09: sie es angeln.

00:52:10: Oder keinen Spaß

00:52:11: haben.

00:52:12: Aber das wird so, das wird so kommen.

00:52:14: Für mich hat das mit Singerspitzen gefühlt und Kochen hat auch was mit Fehlern zu tun.

00:52:18: Es hat wirklich

00:52:19: so ein bisschen was von das Parfum.

00:52:21: Also wenn man nur noch so den Duft der Frau irgendwie in eine Flasche packt, so dieses tote Fleisch, also ich finde, es hat auch was... ...emphasis die Toteness des Fleisches.

00:52:32: Wenn man sich mit Essenkultur wirklich und Essenhandel beschäftigt, die chinesische Küche hat ein Konsistenzspiel.

00:52:38: Also machte Sinn.

00:52:40: Gallag, Wormknorpel drin ist, Wormknochen drin sind, Wormhaut knusprig, Wormhaut wabbelig ist.

00:52:44: Ich

00:52:44: habe auch in China zuerst mal gemerkt, dass es nicht nur Filetstücke gibt, dass man Sachen von einem Knochen nagt.

00:52:50: Nein,

00:52:50: ich meine das auch an der Nase.

00:52:51: Ja, genau, ich habe da Hühnerfüße gegessen, so was halt.

00:52:54: Und das

00:52:55: hat eine Relevanz und das macht auch Spaß, sich damit zu beschäftigen.

00:52:58: Auch da kann man ja oder nein zu sagen.

00:53:00: Und ich finde, dass die Sowid-Gagare alles auf dasselbe Niveau bringen, dass alles nur noch zart ist, dass alles nur noch buddrig und zerfällt und im Mund, wo ich sage, haben eine Phase im Leben, da haben wir weniger, aber die meisten von uns am Zähne im Maul und die können sie auch benutzen zum Beißen.

00:53:15: Und ich finde, das Beißen ist eigentlich ein schönes Momentum, das Befriedigen.

00:53:20: Ich mache manchmal eine Fastenkur und ich finde, das Schlimmste dahinter in dieser Fastenkur ist gar nicht darum, aber der vergeht.

00:53:27: Aber diese Lehre im Mund, diese... Da ist keine Beschäftigung.

00:53:31: Also das kommt ja jetzt ein bisschen wieder.

00:53:33: Joshua Weisman, der YouTube-Koch hat ja ein Buch geschrieben, Texture Over Taste, was ich sehr... Wirklich?

00:53:38: Ja, das finde ich sehr... Wie heißt er?

00:53:40: Joshua Weisman, der hat...

00:53:42: Der hat super

00:53:43: viele Follower, das ist einer der aufstrebendsten YouTube-Köche, eigentlich gerade Amerikas, der wohnt in Ost und Texas.

00:53:51: Und in dem Buch geht es wirklich nur darum, wie du... Konsistenzen zusammenmängst, weil das finde ich nämlich auch total überbewertet, immer so dieses, ja es muss dann ein Spiel von irgendwie sauer, mit süß und salzig, mit scharf und was auch immer.

00:54:06: Das kriegst du ja so schnell gemacht.

00:54:09: Den Flavor kriegst du so schnell rein, aber wirklich eine gute Konsistenz, die auch eine Vielschichtigkeit hat, die auch zeigt, dass die Zutaten eine Reise hinter sich hat.

00:54:20: Wie du ja sagst, zum Beispiel eine Bratkartoffel, das ist ein schwieriges Rezept, weil es ja so lange dauert.

00:54:27: Es wird

00:54:27: belächelt, weil es halt Reste-Küche ist.

00:54:29: Das, glaube ich, ist etwas, wo die Deutschen ein bisschen zu wenig stolz drauf sind, dass ja meiner Meinung nach mit Resten kochen das Krasseste ist.

00:54:37: Also zu einem Kühlschrank nach Hause gehen.

00:54:40: Wir hatten es jetzt am Silvester, waren wir bei einer Familie zu Hause, die haben kochen gehabt und hatten aber eine mega geile Küche.

00:54:47: und haben nur Reste zu Hause gehabt, von irgendwelchen Restaurants.

00:54:50: Und dann hab ich gesagt, geil, das ist mein Time to Shine.

00:54:54: Ich koche jetzt was aus den Resten, weil ich einfach finde, mit was arbeiten, was du dir selber aussuchst, das ist ja das eine.

00:55:02: Aber irgendwo hinkommen und dir selber die Zutaten erst mal zusammenwühlen und gucken, wie könnte ich jetzt... Ja,

00:55:08: das ist kitschend impossible.

00:55:09: Wie kann ich das beleben?

00:55:11: Einmal vom Konzept her.

00:55:13: Du kannst alles in Topf schmeißen.

00:55:14: Es gibt nichts, was nicht wirklich passt.

00:55:17: Außer zu salzig, zu sauer, zu süß.

00:55:19: Das ist zu scharf.

00:55:20: Also wenn du das nicht magst.

00:55:22: Aber im Klecken habt ihr nicht solche Schlangori-Gerichte?

00:55:26: Ich merke das manchmal.

00:55:27: Da bin ich inzwischen auch nicht mehr so streng zu mir, dass ich dann wirkliche Sachen zusammenklappe, die ich für mich auf den ersten Blick gar keinen Sinn ergeben.

00:55:35: Und dann kommt Käse drüber und ist lecker.

00:55:37: Ja, bei uns ist das, also ich glaube, wir nennen das... Curry normalerweise, aber wenn es dann so ein bisschen psychedelisch wird, dann wird es Kur.

00:55:44: Einfach, wenn es einfach irgendwas zusammenschmeißt.

00:55:47: Du musst

00:55:47: irgendetwas, irgendein Name dafür finden.

00:55:50: Manchmal sind es ganz korrekte Sachen, aber die Wohligkeit dessen, die ist ja immer da.

00:55:55: Und

00:55:56: man muss sich ja auch, wenn man sich mal so die Historie der Küchen anschaut, es gibt einfach so ein paar Basics, die sind immer eine gute Idee, so ein Sofrito.

00:56:04: Einfach mal erst mal, wenn du reinkommst, es wird eine fein gewürfelte und zwar wirklich fein gewürfelte in einem guten Fett angedünstet, dann ist es einfach schon mal geil.

00:56:14: Wir haben alle Bock aufs

00:56:15: Essen.

00:56:15: Und jetzt kommt mein Gamechanger, den ich auch wirklich geil finde.

00:56:18: Ich war neulich in der Türkei, in Istanbul.

00:56:20: Mich hat diese Frische so fasziniert.

00:56:22: Und die Frische, und das geht bei mir mit geschnittenem Gemüse, gerade Salate.

00:56:26: Ich mag kleine Salate, die vorgeschnitten sind.

00:56:29: Tomaten vorgeschnitten.

00:56:30: Nein, nicht so mein Ding.

00:56:31: Auch wenn ich draußen koche, die Tomaten ist das Letzte, was ich mache.

00:56:35: Warum?

00:56:35: Ihr habt keine Ahnung, bin ich nerdy.

00:56:39: Dann habe ich überlegt, wie ich und der war so ein Mann und er hat die ganze Zeit diese kleinen Tomatenseises und was da noch so rauf kam.

00:56:45: Alles aller Minuten geschnitten.

00:56:46: Und da habe ich mir überlegt, wie kann ich das bei mir im Restaurant machen?

00:56:49: Diese Frische, weil das funktioniert im Service nicht.

00:56:52: Dafür haben wir zu viele Gäste da.

00:56:54: Und ich bin auf ein ganz gutes, altes Hausfrauen oder Hausmänner, Entschuldigung, Produkt zurückgekommen.

00:57:01: Kennt ihr diese Häckselmaschinen mit dem Band, so wie die Salatscheider?

00:57:04: Ja,

00:57:05: ja.

00:57:05: Davon habe ich zwei Stück und das ist ein kompletter Game Changer, weil du...

00:57:10: Das ist echt ganz wild.

00:57:11: Weil

00:57:11: dieses Schnippeln, ich sehe das ja bei anderen Menschen in meinem Umfeld, kostet... die Leute eine enorme Zeit.

00:57:18: Ja.

00:57:19: Und ein Profikoch kann selten besser kochen.

00:57:21: Er hat ein bisschen mehr Erfahrung und er hat die Technik, um schneller an den Ziel zu kommen.

00:57:26: Deshalb können wir alle reden, kochen,

00:57:28: werden zu Hause.

00:57:29: Häser redet auch nur über Schnippeln.

00:57:30: Die sagt immer nur, ich steh den ganzen Tag zu Hause und Schnippeln.

00:57:33: Das Einzige, was du machen musst, ist gerade bei Zwiebeln, wenn du dir ... direkt in den Topf, weil die werden manchmal ein bisschen gerissen, dadurch könnten sie bitter werden.

00:57:43: Ja, ja, verstehe.

00:57:44: Wenn du sie aber direkt reinbacken, passiert damit,

00:57:46: Gott!

00:57:46: Bist du Team, weil ich bin beim Zwiebelschneiden, gut, es wird auch ein bisschen aufgeladen, so künstlich, aber bist du Team, auch noch Waagrecht, die vorschneiden?

00:57:56: Weil ich finde das ja unnötig, weil die hat ja eh... Ich

00:58:00: weiß, dass viel diskutiert wird und jetzt auch durch YouTube und andere Dinge werden jetzt auch tausend andere Wege gezeigt, wie man eine Zwiebel schneiden kann im Ganzen, in der Hand, im Ding.

00:58:09: Ich finde das immer wieder faszinierend, wenn du in einfachen, kulturellen, kulinarischen Ländern unterwegs bist.

00:58:16: wie sie die Zwiebel in der Hand haben und dann einfach da so reinschneiden.

00:58:19: Ja,

00:58:19: so eine Nonna hat die Alfa zu.

00:58:20: Ich denke immer, wow, damit werde ich nicht anfangen.

00:58:23: Aber ich finde genau so wunderschön die Ästhetik der Japaner die einzelne Zwiebellagen nehmen und dann da wirklich fast kathedral mit umgehen.

00:58:31: Ich bin ein Team halbieren, einschneiden, Querschnitt, ob der nun gebraucht wird oder nicht.

00:58:37: Aber die Frisur lässt sich dran, wenn du sie halbierst.

00:58:40: Weil das, finde ich, ist ein Gamechanger.

00:58:42: Da hinten die Wurzel, das es zusammenhält, oder?

00:58:44: Das ist ein richtiger Gamechanger.

00:58:46: Und, was die Leute immer falsch machen, ist sie schärfen ihr Messer nicht bis an die Spitze.

00:58:50: Die haben dann hier unten, wo es richtig baurig ist, haben sie es richtig scharf?

00:58:53: Ihr

00:58:53: seid alle so viel mehr nirrt als ich.

00:58:55: Das ist ein richtiger Kochen.

00:58:57: Ich habe

00:58:57: eine Steinplatte, ich ziehe meine Messer über diese Steinplatte an der Kante und dann mache ich das

00:59:05: für

00:59:07: zehn.

00:59:08: Du bist wie so ein Urukai.

00:59:12: Was ist deine Meinung nach?

00:59:13: Es gibt

00:59:13: schöne Momente, wo ich auch wirklich koche, um mich zu befriedigen.

00:59:16: Was ist apropos Selbstbefriedigung ein Gemüse, was du richtig gut findest?

00:59:22: Tomate.

00:59:24: Ich bin Kartoffelmensch, Tomate, Zwiebelmensch.

00:59:27: Ich liebe Kartoffeln.

00:59:29: Kartoffeln

00:59:29: sind auch super.

00:59:29: Ich mag auch Kartoffeln.

00:59:30: Du hast vorhin so getan, als würde ich Kartoffeln nicht möglich.

00:59:33: Du hattest nur so im Vergleich.

00:59:36: Du warst fast schuldig.

00:59:38: Ich liebe halt auch tatsächlich wirklich Basics.

00:59:40: Also wirklich in allem.

00:59:42: Also ich sage auch zum Beispiel, wenn Leute, ich habe jetzt ein bisschen mehr angefangen, wieder mit Sport und so, wenn mich Leute fragen, was ist was, was man deine Meinung nach können muss, sag ich, eine Liegestütze, ein Klimtzug.

00:59:51: Also einfach die Basics.

00:59:52: Liegestütze,

00:59:53: die Bratkartoffel der Kellis?

00:59:55: Ja, nicht irgendwie ein einarmiger Handstand oder was.

00:59:57: die Leute, weil das ist nicht genau dasselbe.

00:59:59: Die sehen irgendwas total verrücktes im Internet und sagen, kannst du das?

01:00:03: Ich will das auch können.

01:00:04: Dann sage ich, ja, ich fange doch nicht damit an.

01:00:06: Tai Chi Challenge.

01:00:07: Ja,

01:00:07: genau.

01:00:07: Ich fange doch nicht mit einem einarmigen Muzzle ab an.

01:00:10: Wenn

01:00:10: wir über Gadgets sprechen, was mich am allermeisten aufregt gerade, es gibt jetzt so ein KI-Kochroboter.

01:00:16: Hast du das schon gesehen?

01:00:17: Das ist so.

01:00:18: Überhaupt davon KI zu sprechen ist so dämlich, weil der kann halt einfach gar nichts.

01:00:22: Da musst du

01:00:23: vorher die Zutaten schnippeln, du musst dir ein Rezept aussuchen, musst dann die Menge der Zutaten schnippeln und dann macht er nur noch zu einem richtigen Zeitpunkt.

01:00:31: Dann dreht er das so in die Pfanne und dann rührt

01:00:34: er das.

01:00:34: Das ist ja das Unnötigste aller Zeiten.

01:00:36: Also wenn ich ja etwas geil finde am Kochen, dann ist es ja die bereits geschnittenen Sachen irgendwo reinschmeißen und abschmecken und rühren.

01:00:44: Aber ich will doch nicht der Sucheff sein für einen fucking Roboter, der dann nur noch da ist und rührt.

01:00:50: Da bin ich ja ein Sklave von der Maschine, die zweitausend Euro kostet.

01:00:53: Da sind wir aber noch gar nicht so weit weg von Welcome to the World of Thermomix.

01:00:57: Ja, genau.

01:00:58: Das

01:00:58: ist genau das Gleiche.

01:01:00: Ich liebe den Thermomix.

01:01:01: Ich glaube

01:01:02: auch, dass man für gewisse Konsistenzen,

01:01:04: und für gewisse

01:01:05: Konsistenzen brauchst du den Thermomix auch.

01:01:07: Also eigentlich, so in jeder Sterne Kirche steht ja einer,

01:01:09: oder?

01:01:10: Ja, aber jeder Kühlmaschine würde auch funktionieren, nicht ganz so fein, aber genauso lecker.

01:01:14: Nee, aber was der Thermomix für mich gleich macht, ist, er bringt Leute zum Kochen.

01:01:17: Aber ist das anders kochen, als das... Ich glaube

01:01:20: eben nicht, dass er die Leute zum Kochen bringt.

01:01:22: Also ich glaube, er erholt sie an.

01:01:23: einfach irgendwo ab und bringt sie dann so ein Meter weit.

01:01:26: Aber

01:01:27: ich weiß nicht, ob das reicht.

01:01:28: Also, ich bin wirklich...

01:01:29: Das ist

01:01:30: so wie Danke, bitte, guten Tag und auf Wiedersehen.

01:01:34: Das ist für mich eigentlich,

01:01:38: wenn du achtzehn bist und... Und nicht ein bisschen Gemüse schneiden kannst, ein Gericht kochen kannst.

01:01:43: Aber

01:01:45: ich wollte mal

01:01:46: was

01:01:46: du sagen würdest du zu Gemüse?

01:01:48: Ich würde sagen zum Beispiel Pock-Joy.

01:01:50: Ich liebe Pock-Joy.

01:01:50: Aber da weiß ich auch... Wirklich?

01:01:52: Ja, da weiß ich auch liebe, ich liebe Kreuzblüter.

01:01:54: Alle Arten, also Brokkoli, Rotkohl.

01:01:57: Also

01:01:57: sollst du mal unseren Chat-Fall auf?

01:01:59: Wie oft Thomas mir schreibt, bring noch Brokkoli mit.

01:02:01: Das ist wirklich...

01:02:01: Also dazu muss ich denn dann... Ich weiß nicht, ob deine Hörer das wissen, dass du dann essen fotografierst und von Ernährungsberater kontrollieren lässt.

01:02:09: Dann lasse ich die Bombe jetzt planten und hier nebenan auch Zusatzdinger da stehen.

01:02:13: Ja, ich finde schon

01:02:15: ein bisschen zwangslot.

01:02:16: Ich

01:02:16: wollte gerade sagen, da wirst du grenzwertig unsympathisch gerade.

01:02:18: Packt

01:02:19: Scheu.

01:02:19: Packt Scheu

01:02:20: ist das dümmste Gemüse.

01:02:21: Wie wirklich?

01:02:22: Wieso?

01:02:22: Warum?

01:02:23: Totalengeschmacksneutral.

01:02:24: Findest du nicht gut?

01:02:25: Nein, das wird doch erst lecker, wenn du Knoblauch so ja oder irgendwelche Aromen draufknallst.

01:02:29: Aber

01:02:29: ich liebe halt, also so, ich mein, das gibt's ja meistens nur in asiatischen Restaurants und ich liebe das halt, wenn das halt irgendwo noch so ein Hyper-Pak-Joy...

01:02:36: Thomas liebt es einfach, wenn er so richtig den Mund voll hat, also so komplett... Das

01:02:40: geht halt nur mit Gemüse, keine

01:02:42: Ahnung.

01:02:42: Gemüse finde ich toll, aber Pak-Joy ist jetzt wirklich so für mich...

01:02:46: Das Hinterletzte,

01:02:47: als sie in der Date-Phase war.

01:02:50: Wenn Mädels mich eingeladen haben und das ist jetzt die Klischeegewächse, aber ich mach's sehr gerne.

01:02:55: Putenbrust mit Brokoli haben sie serviert.

01:02:57: Das haben sie immer gekocht.

01:02:59: Das esse ich das mein Lieblingsessen.

01:03:04: Und das war so für mich.

01:03:05: Tu was

01:03:06: Nummer eins, Spielerfrau.

01:03:07: Ja wirklich, du bist die perfekte Spielerfrau.

01:03:09: Ich

01:03:10: bin eine Spielerfrau, ich bin eine Spielerfrau.

01:03:12: Also,

01:03:13: eine Person zieht, wir müssen noch ein bisschen die Leute zum Kochen animieren, weil ich glaube, das kochende... Menschen glücklicherer Menschen sind und ich glaube, dass die Fähigkeit sich und andere zu nähern, einfach was total menschlich wichtig ist.

01:03:27: Jemand zieht aus von zu Hause, hat zum ersten mal eine eigene Küche, kriegt ein Budget von fünfhundert Euro.

01:03:32: Was muss die Person sich dafür holen?

01:03:36: Ein Brett?

01:03:37: Was für ein

01:03:37: Material?

01:03:38: Oh, ich

01:03:38: mach Holz.

01:03:39: Du machst Holz, okay.

01:03:41: Also ich mach auch Holz, aber ich find's halt irgendwie super nervig zu putzen.

01:03:45: Mit Kindern.

01:03:46: Und die dann da knoblauch und alles.

01:03:47: Das ist das Einzige, ne?

01:03:48: Also machen du Obstbrett.

01:03:50: Obstbrett und okay.

01:03:52: Oder vielleicht drei,

01:03:55: oder wenn man noch... Lass

01:03:55: doch erst mal einen Brett.

01:03:56: Der ist achtzehn.

01:03:57: Der interessiert den.

01:03:58: Der will auch nicht so viel Obst schneiden.

01:04:00: Der nimmt sich ja einen Apfel und ist

01:04:01: ihm.

01:04:01: Lass uns mal prämat.

01:04:03: Ein großes Brett.

01:04:04: Vierzig mal sechzehn.

01:04:05: Ein großes Brett, das wir dir aufsehen können.

01:04:07: Ein gutes Messer und gut ist relativ...

01:04:10: Was ist besser, deutsche Messer oder japanische Messer?

01:04:13: Da würde ich kein Wettbewerb.

01:04:14: Es sind unterschiedliche Klinge.

01:04:20: Ich habe gelernt auf den Kochmessern, auf den klassischen.

01:04:23: Ich arbeite wahnsinnig gerne mit Japan.

01:04:25: Ich habe auch eine Kooperation.

01:04:26: Alles andere wäre jetzt auch blöd.

01:04:28: Ich entwickle gerade eine Form, die spannend wird, ob das... Ich könnte mir vorstellen, dass es auch wirklich... Eine

01:04:34: neue Messerform, oder

01:04:36: was?

01:04:36: Ja, eine neue Zusammenführung von Dingen.

01:04:38: Ach so, ich wollte gerade sagen,

01:04:39: also schon noch Klinge und

01:04:40: Griff.

01:04:41: Definition ein gutes Messer bedeutet, nimmst in die Hand, wenn du es gerne in der Hand hast, dann wirst du auch damit arbeiten.

01:04:46: Wenn es sich nicht gut in deine Hand anfühlt, egal ob das aus Japan, Dänemark, Deutschland oder wo auch immer, nimmst du es nicht in die Hand.

01:04:54: Sparschäler, ich finde so ein Sparsch, so ein Speedo.

01:04:59: Jeder Sparschäler über fünf Euro brauchst du nicht machen, das ist nur Design.

01:05:01: Also

01:05:01: mit so neunzig Grad oder einen gerade?

01:05:03: So ein Speedschäler.

01:05:05: Aber

01:05:05: mit so einer klapprigen Klinge oder mit einer festen?

01:05:09: Also nicht alle eine klapprige?

01:05:11: Es gibt auch feste, ja.

01:05:12: Aber ich glaube die festen sind wirklich die ganz billigen.

01:05:14: Also es sind die, die bei Rewe Abholung noch für einen Euro reiten.

01:05:18: Also meine, ich kauf die immer wieder, weil die gehen ja natürlich irgendwann mal kaputt, zweiundneunzig.

01:05:22: Deswegen heißen die auch Sparschäler,

01:05:24: weil du eine Weine sparen

01:05:25: musst und die kaufst du.

01:05:26: Aber nichts mehr.

01:05:27: Sobald ein Sparschäler Design bekommt, brauchst du ihn eigentlich nicht kaufen.

01:05:30: Okay, was

01:05:31: noch?

01:05:31: Werden meine Leute nicht gerne hören.

01:05:32: Jetzt sind

01:05:32: wir bei ungefähr zweihundert Euro, wenn man einigermaßen okayes Messer genommen haben.

01:05:39: Ja, das Messer ist das teuerste.

01:05:40: Wir haben

01:05:40: noch dreihundert Euro übrig und ich sehe noch keine Pfanne.

01:05:43: Pfanne?

01:05:45: Was bauen wir für eine Pfanne?

01:05:46: Ist es für eine Beschichtung?

01:05:48: Gar keine Beschichtung.

01:05:49: Stahl.

01:05:49: Ich

01:05:50: sag keine

01:05:51: Beschichtung.

01:05:51: Keine Beschichtung, sag ich auch.

01:05:53: Sag mal, ein achtzehnjähriger, gib ihm eine Beschichtung.

01:05:57: Gib dem achtzehnjährigen eine Beschichtung.

01:05:58: Dann braucht er noch

01:05:59: ein Plastik-Ding.

01:06:00: Aber komm, also ich bitte...

01:06:01: Gib dem achtzehnjährigen...

01:06:03: Nee,

01:06:03: er soll

01:06:03: mit den Wasser-Tropfen-Tests macht sogar richtig Spaß.

01:06:06: Da kommst du richtig rein, dann soll er halt noch ein gutes Fett haben.

01:06:09: Gib

01:06:09: dem achtzehnjährigen eine Beschichtung.

01:06:11: Also

01:06:11: dann kriegt er ne... Beschichtung, beschichtete Pfanne, da sind wir, da sparen wir auch noch mal eine Menge, weil das eh nicht vollwillig

01:06:17: ist.

01:06:17: Danke schön.

01:06:18: Die liebt es halt auch, achtzundjährige zu erziehen,

01:06:20: das merkst du.

01:06:21: Dann brauchst du einen Topf für Nudelwasser, weil das ist die Haupt... Ein Topf?

01:06:23: Nehmen wir fünf Liter.

01:06:24: Nehmen wir fünf Liter Topf.

01:06:25: Eine gute Größe,

01:06:27: sehr gut.

01:06:27: Kannst aber auch drei Liter nehmen, bei so viel werden die nicht kochen.

01:06:30: Also, aber dann mach mal, fünf Liter ist toll.

01:06:31: Nein, fünf Liter ist besser.

01:06:32: So, weil man dann auch mal eine Suppe aus Dosen sich mal schnell

01:06:35: vorkommt.

01:06:35: Ja, bestimmt, der achtzundjährige, da braucht er noch einen Pyririsch.

01:06:37: Aber so habe ich das ja gemacht.

01:06:38: Ich hatte, ich war ja der erste, der seine eigene Bude hatte im Freundeskreis, weil man... nicht rausgeschmissen, muss nicht kochen.

01:06:44: Ich habe dann ungefähr drei Vierteljahr von Aurum Spaghetti gelebt.

01:06:46: Das ist die billige Variante von Miracoli bei Aldi.

01:06:50: hab dann irgendwann das Rübsen von mir nicht mehr ertragen.

01:06:52: Also den Geruch, den du ausgeatmet hast beim

01:06:54: Rübsen.

01:06:55: Ja, diese Kräuterkornzeuge, das sind die nach dem Döner, die ich auch nicht mag.

01:06:59: Wieso,

01:07:00: wenn

01:07:00: so ein alter

01:07:01: Mann einen Pismo hat?

01:07:02: Und dann hab ich angefangen, frisch zu kochen.

01:07:03: Frisch war dann Dosen-Tomatenmarkt.

01:07:05: Also das war dann die Form von Frische.

01:07:07: Dann hab ich Hack reingemacht, dann fing ich mal an, eine Karotte reinzumachen.

01:07:11: Und dann hatten wir bei uns immer den Freitagabend alle zwei Wochen Partyabend in der Carina.

01:07:16: Uldiabend, also Uldiparty.

01:07:19: Das war immer ein wiederkehrender Ablauf.

01:07:22: Man hat sich getroffen, gegessen, Trinkspiele gemacht, damit man schon ein Kleben hatte, wenn man hingegangen ist.

01:07:27: Dann hat man das Resttaschengeld versorfen, eine kleine Schlägerei gehabt oder zumindest anwesend oder angezettelt.

01:07:33: Dann hat man sich mit den Leuten, mit denen man sich geschlagen hat, ein Taxi geteilt, weil es einfach günstiger war.

01:07:38: Also,

01:07:38: weißt du so?

01:07:39: Und es waren Rituale, die wir hatten.

01:07:43: Das war eine andere Zeit.

01:07:45: Und dann fing ich an, Chili zu kochen.

01:07:47: In dem Nudeltopf.

01:07:49: Warum hack mit Dosentomaten?

01:07:50: Ich hab auch keinen Bock, mit den Nudeln zu kochen und abzuschränken, die Verkleidung.

01:07:53: Es wurde immer pragmatischer, dann hab ich mal eine Sauerkrautsuppe gekocht.

01:07:57: von meiner Mutter, die sie mir mal gezeigt hat.

01:07:59: Also der Suppentopf ist unterschätzt.

01:08:02: Also wir

01:08:02: haben ein Brett.

01:08:03: Suppe-Eintopf sowieso ist unterschätzt.

01:08:05: Ja, mache ich nicht, weil Thomas mag keine Suppe und die Kinder mögen auch keine Suppe.

01:08:09: Ich

01:08:09: bin nicht so der Suppenmensch.

01:08:10: Also ich mag halt klare Suppe nicht.

01:08:12: So cremige Suppe finde ich so gut, aber ich finde so, war...

01:08:16: Also das ist auch mein einziger

01:08:18: Fuß in die

01:08:19: Tür, ist so eine cremige Kürbisuppe.

01:08:21: Das mache ich eigentlich

01:08:22: in die Woche.

01:08:23: Hey, du

01:08:26: bist

01:08:26: wirklich

01:08:28: ein... Hä?

01:08:29: Geil, ich liebe es, wie ihr euch hasst.

01:08:33: Und jetzt auch noch Kürbis.

01:08:34: Kürbis ist für mich der größte Fehler der Natur.

01:08:38: Was?

01:08:39: Kürbis oder auch Süßkartoffeln.

01:08:44: Obwohl ich süße Kartoffeln mag, aber ganz komisch.

01:08:47: Ich mag z.B.

01:08:47: was du mögen wirst.

01:08:49: Ich mag z.B.

01:08:50: Wild, ich mag Rind.

01:08:51: Auch so was magst du wahrscheinlich auch, oder?

01:08:53: Kur.

01:08:54: Rotwein, ich hasse z.B.

01:08:55: Weißwein, wenn dann Rotwein.

01:08:57: Das würde ich jetzt nicht sagen, aber ich habe eine Präferenz.

01:08:59: Aber das ist schon komisch.

01:09:01: Also deine Highlights sind schon so bei mir eher auf der...

01:09:04: Bei mir ist halt immer wenn... Wenn Genuss dann richtig quasi und alles andere ist.

01:09:10: Das ist Funktional.

01:09:13: Das kann ich auch genauso gut ein Eiweißriegel essen, aber ich hasse dann halt ein Puttbrot.

01:09:17: Gut, Frage zu Ende zu bringen.

01:09:18: Entschuldige, die Pfanne den Topf, den kleinen Topf, also so etwas.

01:09:21: Und so etwas ist ein Kochtopf mit einem Stiel.

01:09:24: Ja.

01:09:25: So, den würde ich noch erzählen.

01:09:26: Das ist dann so ein Liter ungefähr.

01:09:27: Mit dem Ausgießer, oder würde ich nehmen.

01:09:29: Ja, und das reicht.

01:09:31: Dann haben wir noch ein Budget von achtzig Euro übrig für Zutaten.

01:09:34: Was sind denn so Gewürze, die man unbedingt haben muss?

01:09:36: Ich habe gar keine, ich habe wirklich ganz wenig Zuhause.

01:09:39: Salz.

01:09:39: Salz habe ich da, Pfeffer habe ich da, Zucker habe ich da.

01:09:42: Red Flag übrigens immer in Restaurants, wenn Pfeffer aus dem Streuer kommt.

01:09:45: Wenn es schon gemahlener Pfeffer ist, aus dem Streuer.

01:09:48: Geh ich.

01:09:48: Geh ich fast wieder.

01:09:49: Ich

01:09:50: hab das schon lange nicht mehr erlebt.

01:09:52: Also diese Menagen oder wie die ja ganz selten...

01:09:55: Ja, genau.

01:09:55: Wo man da

01:09:56: noch schon einen

01:09:57: Zahnstocher findet.

01:09:58: Wo man auch so Reis drin ist noch.

01:09:59: Genau, ich hab das lange nicht

01:10:01: mehr gesehen.

01:10:02: Also bewege ich mich in den falschen Kreisen.

01:10:05: Ganz voran, dass ich da bin.

01:10:06: Das ist fähig.

01:10:08: Die Merrill Street,

01:10:09: der Kochsteele.

01:10:10: Ja,

01:10:10: wo er so runter ist.

01:10:11: Du

01:10:11: wurdest auch hier reingetragen.

01:10:14: Aber du bist wirklich... Du hast hier ein Entrance gemacht.

01:10:16: Ich hab unten vor dem Hotel, wir sind übrigens im Sa... Leithotel, vielen lieben Dank, dass wir hier in einer Suite rausgehen.

01:10:21: So wie hier im Hintergrund, möchte ich, dass es das wir empfangen werden.

01:10:24: Wir haben nichts davon verwendet, aber es sieht spektakulär aus.

01:10:27: Und ich kann fast alles davon benennen.

01:10:29: Mandarine,

01:10:31: Apfel.

01:10:33: Aber du bist gekommen im Auto.

01:10:35: laute Musik und du hast eine

01:10:37: Lebensfreude

01:10:38: ausgestrahlt.

01:10:39: Also du bist eigentlich, dass der Fuck you Finger ins Gesicht sehr longevity Bewegung.

01:10:44: Aber liebevoll, ne?

01:10:45: Aber liebevoll.

01:10:47: Ich

01:10:47: versuch das wirklich immer so zu formulieren, ich liebe es zu provozieren und zum nackdenken.

01:10:52: Du

01:10:52: liest auf das Leben, oder?

01:10:52: Du bist so einer, der nicht nur das Leben am Schopf packt, sondern du bist so einer, der, wenn das Leben aufgegessen ist, dann lutscht du noch den Teller ab, wo das Leben

01:11:00: drauf war.

01:11:00: Mit einem Facetten, auch die dunklen Phasen.

01:11:02: Also das ist so, ich hab alles.

01:11:05: Ich habe auch Angst, wenn

01:11:07: wir die dunkle Phase zu sehr auf den Thomas projizieren hier mit Brokkoli und Putenbrust.

01:11:12: Ich glaube,

01:11:13: wir würden schon superarm verbringen.

01:11:17: Weil das Gute ist ja, ich finde immer Stabilität in sich selber.

01:11:20: und trotzdem war auch, den Humor über sich zu lachen und die Bereitschaft, dem anderen Leben zu lassen.

01:11:25: Und natürlich würde ich jetzt, wenn ich jetzt wüsste, du hättest ein Essproblem und würdest dich am Brokkoli und Putenbrust irgendwo festhalten, weil das für dich eine wirklich relevante Bedeutung hätte.

01:11:34: Wo ich dann denke, ah, da muss man schon mal ein bisschen gucken, Körper, Masse etc.

01:11:40: Dann würde ich auch meine Fresse eilen.

01:11:42: Aber der Typ sieht ja gut aus, er ist ja gut beieinander.

01:11:46: Er hat ja einen Körper, davon träume ich ja schon als zwanzigjähriger.

01:11:49: Zum ersten Nabel abwärts Dry-Age-Qualität.

01:11:51: Ja,

01:11:52: aber ich bin mir auch relativ sicher, dass ihr nicht übers Gespräch zueinander gefunden habt, sondern du hast ihn gesehen und hast gesagt,

01:11:58: dem mache ich

01:11:58: den Frock-Joll,

01:12:00: dem dünstisch

01:12:01: was.

01:12:01: Und ich bin ja mehr so die Fraktion der Dicken, ich musste halt witzig werden.

01:12:05: Überdenke deinen Verhältnis zu Brokkoli.

01:12:07: Ich habe noch, ich habe noch persönlich eine Abstimmung.

01:12:12: Ich muss kurz sagen, Thomas kann sehr gut schmecken.

01:12:15: Ich finde sogar erschreckend, wie gut er schmecken kann für jemanden, der auf einem bizarren Level nicht kochen

01:12:24: kann.

01:12:26: welche Zutaten verwendet wurden, er kann sehr gut sagen, er kann abschmecken auch, also er kann sagen, wenn etwas zum Beispiel, also ich finde viele Leute scheitern ja, wenn es drum geht.

01:12:37: Ich bin gefreut, dass es

01:12:38: kommt, ich weiß es selber nicht.

01:12:39: Fehler aus zu bessern.

01:12:41: Also wenn du zum Beispiel einfach mit ein bisschen, mit ein bisschen Süße, so zu viel Säure, die da wettmachen

01:12:47: kannst.

01:12:47: Aber das ist im Endeffekt auch.

01:12:48: Die letzte Kurve

01:12:49: kriegen, das ist ja eigentlich das Wichtigste, vor allem jetzt mal schnell gehen.

01:12:52: Vor allem ist es relativ simpel, also man kann ja Salz, Ein relativ einfaches Gewürz, weil Salz verläuft so.

01:12:58: Ich weiß nicht, wie man das jetzt im Podcast erklärt, aber so wie so eine Sprungstanz.

01:13:04: Aber es geht mir um den Winkel.

01:13:06: Also es ist eine gerade Linie im forty-fünf Grad-Winkel.

01:13:11: Dann

01:13:11: kommt der oberste Punkt und dann fällt es ab.

01:13:14: Das heißt, du kannst hier an den obersten Punkt, der ist objektiv.

01:13:17: Und da kannst du dich rantasten.

01:13:18: Der ist bei uns

01:13:19: sehr

01:13:20: hoch.

01:13:20: Aber der ist objektiv.

01:13:21: Und irgendwann, wenn es abfällt, dann hast du es übersalzen.

01:13:24: Aber du wirst diesen Punkt langsam ran tassen können.

01:13:27: Und das ist eigentlich schon kochen.

01:13:28: Und wer das einmal versteht, dass man sie ran tassen kann, hat eben, und wenn du das beherrschst, zu wissen, nee, da kann noch Salz ran.

01:13:35: Das ist nur eine Entscheidung zu treffen beim Kochen.

01:13:37: Da fehlt mir was du vorhin sagtest, dass du sauer fehlen.

01:13:40: Ja, du brauchst zu jeder, jeder, der im Urlaub mal war und eine richtig ordinär süße Mange oder Papaya mal gegessen hat, würdest du denn... Richtig lecker ist ja auch nicht.

01:13:51: Da machst du ein paar Tropfen Limette drüber.

01:13:53: Oder

01:13:53: Tarzin.

01:13:54: Das machen doch die Mexikaner, oder?

01:13:56: Und schon auf einmal hast du ein Spiel.

01:13:58: Der Kontrast, das ist einfach ein Schärfe, ist wieder subjektiv für sich.

01:14:02: Dann hat man das schon.

01:14:03: Gut.

01:14:04: Guter Junge.

01:14:04: Danke

01:14:05: schön.

01:14:05: Guter Junge.

01:14:06: Die alte

01:14:07: S-S, dass du

01:14:07: das nicht

01:14:08: so ein Junge sagst.

01:14:09: Ich bin in der Gitarre.

01:14:11: Das ist ein anständiger

01:14:12: Junge.

01:14:13: Die hast du dir gut gemacht.

01:14:14: Für die, die es jetzt nicht gesehen haben, Tim hat Thomas einen riesigen

01:14:18: Lutscher

01:14:18: noch gegeben, wo die

01:14:19: ihm über den Kopf gestalten.

01:14:20: Ich warte darauf, dass du die Mutter bei Herr Spray spielst, Tim.

01:14:23: Als meiner Lieblingsmusiker.

01:14:26: Guck Spray!

01:14:26: Ähm, ich, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh,

01:14:27: äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, ä. Ich habe ja leider oft mit den harten Fakten zu tun, also Hazel ist ja bei uns das Genie der geniale Professor und ich muss dann schauen, dass die Buchhaltung stimmt.

01:14:41: Ich frage mich ganz oft, also das ist wirklich eine Frage, die stelle ich mir jeden Tag eigentlich bei Einzelhandel und bei Gastro und sowas.

01:14:48: Wie kann man, also was sicher lohnt, ist ein Imbiss oder ein... oder High-End-Küche.

01:14:54: Da kann man quasi noch einen Blumentopf holen.

01:14:56: Aber jetzt ein normales Restaurant, ein Restaurant, was so eine Größe hat, wie diese Suite hier.

01:15:01: Wie schafft man das so ein Restaurant in einer gewöhnlichen Stadt, sagen wir mal, Darmstadt oder sowas, so zu führen, dass man damit Geld verdient, im Deutschland von im

01:15:12: Jahr für die Jahre.

01:15:13: Es ist keine Frage, die man beantworten kann.

01:15:15: Es gibt Parameter in der Gastronomie, wenn man sich an die hält.

01:15:20: ungefähr hältst, dann kannst du Geld verdienen.

01:15:22: Genau, aber was

01:15:23: sind diese Parameter?

01:15:25: Zehn Prozent der Kosten sollten deine Raumkosten nicht überschreiten.

01:15:29: So ein besten Erbs, du warst

01:15:31: perfekt.

01:15:32: Also, wenn du so den Umsatz eines Monats nicht, früher hat man gesagt, ein Tagesumsatz.

01:15:37: Wenn du den Tagesumsatz, den du machst, nicht reicht, um deine Miete zu bezahlen, dann machst nicht, aber man hat das inzwischen ausgeweitet.

01:15:46: Drei-Sieh-Prozent-Wahneinsatz ist ein optimaler Wert.

01:15:49: Drei-Sieh-Prozent-Personaleinsatz ist ein optimaler Wert.

01:15:51: Drei-Sieh-Prozent-Versteckte-Kosten ist ein optimaler Wert.

01:15:55: Und dann hast du zehn Prozent vor Steuer über.

01:15:58: Das ist nicht viel.

01:15:59: Kleinere Läden können das durch Selbstaufsbeutung, Stunden, etc.

01:16:02: Das haben wir alle hinter uns.

01:16:03: Aber was er auch Freude macht, weil du arbeitest in deinem eigenen Ding.

01:16:07: Wir denken ja nicht klassisch Nein-to-Five.

01:16:09: Nicht generell die Branche, sondern als Unternehmer, als Selbststände, als jemand, der wirklich Leidenschaft hat dafür.

01:16:16: Also selbst und ständig, der Klassiker.

01:16:18: Ja, aber ich finde das so negativ.

01:16:21: Das ist so ein Geschenk, selbstständig arbeiten

01:16:22: zu dürfen.

01:16:23: Das ist wie wenn die Leute sagen, Thomas und Hazel sind verheiratet und arbeiten zusammen.

01:16:27: Wie kann man das machen?

01:16:28: Hey, wenn das geil ist, ist das mega

01:16:30: geil.

01:16:30: Ich würde mit meinem Partner nicht arbeiten.

01:16:36: Gibt es für mich ein Bereich im Leben, wo ich Recht habe?

01:16:38: Ach

01:16:39: komm, aber war so ein Zuschöpfen, ein schönes

01:16:41: Christian.

01:16:43: Nein, ich finde das ganz toll.

01:16:45: Ich finde ganz viele Diskussionen in diesem Bereich eh für absolut hinfällig.

01:16:49: Ich weiß nicht, wieviel du davon durchmachen musstest.

01:16:53: Ah, will ich nicht als Vater.

01:16:57: Nicht immer sagen müssen auch die frau ist so toll und ich bin ja eigentlich gar nichts hab nur gezeugt, aber stimmt nicht.

01:17:02: Ich bin ein ganz wichtiger Mensch in dem Familienkonstrukt und ich leiste ganz relevante Dinge für diese.

01:17:08: für diese Familie und genauso demlich, finde ich aber auch, wenn es heißt, ja, wie kann die denn arbeiten gehen?

01:17:14: Wie kriegst du das und also dieses Kompliment?

01:17:15: Wie kriegst du das unter Hut, Karriere, Arbeit und so?

01:17:18: Und sowohl ist ja, na ja, das machen einen Rauch.

01:17:20: So, das ist jetzt nicht nur, weil wir im Drampenlicht stehen, ist das eine Mörderrauch, weil wir haben eingeschenkt, wir treffen eigentlich eine Entscheidung.

01:17:27: Wir wachen nicht morgens auf und werden zugeprügelt, sondern wir können jederzeit noch eine Entscheidung treffen.

01:17:32: Wenn uns das Leben nicht gefällt, dass wir führen, wir können was anderes machen.

01:17:37: Das können ganz viele nicht.

01:17:38: Den steht aus ganz vielen Gründen.

01:17:39: Diese Welt gar nicht offen.

01:17:41: Ja,

01:17:41: und ich finde auch beim... Also natürlich ist Work-Life-Balance wichtig, aber es wird immer so getan, als müsste man sich das Leben so schön gestalten, um... für diese schrecklichen Dinge, die man bei der Arbeit erlebt, um das wieder wegzumachen.

01:17:57: Aber wir haben ja das große Glück, dass unser Leben unsere Arbeit ist und dass wir deswegen auch eine große Entlastung in dieser Belastung

01:18:04: finden.

01:18:05: Ich finde in dieser Diskussion wahnsinnig dämlich Work-Life Balance vielleicht langweilig mich am Strand.

01:18:10: Vielleicht will ich gar keine Schafe stellen.

01:18:14: Vielleicht will ich gar keine Schafe stellen.

01:18:15: Vielleicht mache ich genau das, was ich machen will.

01:18:18: Und vielleicht ist das, ich habe das große Glück, dass ich aus meiner Leidenschaft, die bei mir später ist, entstanden ist, die habe ich durch Zufall entdeckt.

01:18:25: Ich habe die größte Work-Life Balance überhaupt, weil ich habe auch neulich meinem Interview gesagt, ich muss vorsichtig sein mit dem Begriff, ob ich schon jemals in meinem Leben gearbeitet habe.

01:18:36: Ja.

01:18:37: Weil ich empfinde es nicht so.

01:18:39: Es gibt Momente, das ist anstrengend.

01:18:42: Aber ich weiß nicht genau, ob ich... Ich finde Arbeit, finde dann statt, wenn ich mich zwingen muss, dahin zu gehen.

01:18:48: Wenn die Böde meiner Kollegen nicht leihen kann, wenn ich alles an meinem Job hasse.

01:18:53: Und trotzdem gehe ich jeden Tag dahin und mache das, was ich tue.

01:18:57: Das ist Arbeit.

01:18:58: Ich arbeite ja ganz viel bei uns im Schnitt.

01:19:00: Und es gibt auch Leute, die dann sagen, ich muss jetzt bis fünf Uhr in der Früh im Schnitt arbeiten.

01:19:05: Und auf der anderen Seite sage ich auch, wenn ich das um so einen Kindern erkläre, Papa, was machst du da?

01:19:08: Ich glotz den ganzen Tag.

01:19:10: Ich glotz vierzehn Stunden.

01:19:16: Ich bin so gesiebt,

01:19:18: die sich stimmen.

01:19:26: Es ist noch möglich, deiner Meinung nach ein normales Restaurant zu fühlen.

01:19:30: Es findet ja auch eine große Insolvenzenwelle statt aktuell in Deutschland, aber du würdest sagen...

01:19:41: Wenn du keine Ahnung hast, würde ich nicht machen, weil du bist immer abhängig von Mitarbeitern, Mitarbeiter.

01:19:45: Da musst du mal ein bisschen gucken, dass du die auch weiterbilden kannst, ausbilden kannst für das, was du brauchst, wenn du einfach nur passiv entgegen und was du ... Aber das ist in jedem Beruf auch so, wenn du von dem ... Ich könnte jetzt keine Apotheke aufmachen.

01:19:57: Weil ich keine Ahnung hab.

01:19:58: Ach, Kormitz.

01:19:59: Stell mal, dein Licht nicht untertun.

01:20:01: Das bisschen Kreckekoche ist nicht unbedingt für medizinische Zwecke gewesen.

01:20:07: Hauptsache Kochen.

01:20:08: Also, diese Romantik, das ist auch schon sehr komplex.

01:20:11: Das ist nicht einfach nur Kochen.

01:20:13: Da steckt eine ganze Menge dahinter.

01:20:16: Das kann ich jetzt nicht empfehlen.

01:20:18: Aber wenn die Leidenschaft da, hundert Prozent, hundert Prozent.

01:20:20: Das ist wirklich, wirklich ein ganz toller Beruf.

01:20:23: Und jetzt nochmal auch darauf wieder.

01:20:27: Wir hatten vor zehn Jahren so eine Phase, wo es nur noch ums Geld verdient gegen.

01:20:31: Also alle Gastronomien, die wesentlichen, die wir genommen haben, sind alle Investoren getrieben gewesen.

01:20:36: Wir haben so ein bisschen den Blick für die Kleine.

01:20:38: Und jetzt müssen wir uns mit einer Kette wie, keine Ahnung, Osteria oder Block oder irgendwas anderes ständig in Wettbewerb setzen, um als erfolgreich zu gelten.

01:20:48: Das funktioniert nicht.

01:20:50: Aber meine erste Selbstständigkeit, die ich hatte, das war das weiße Haus.

01:20:54: Ich habe Zehntausend Markt geliehen bekommen von meinem Vater damals.

01:20:58: Dadurch konnte ich einen Existenzkunderkredit.

01:21:00: Ich war verschuldet, habe das Ding aufgemacht.

01:21:02: Und ich habe da gearbeitet, ich habe da gegessen.

01:21:03: Ich brauchte nur das Geld für meine Miete.

01:21:05: Das war alles, was ich hatte.

01:21:06: Ich wollte kein Porsche, keine Armwand.

01:21:11: Ich wollte mein Leben gestalten.

01:21:14: Nicht mein Leben verdienen, mein Leben gestalten.

01:21:17: Und das kannst du heute auch noch machen.

01:21:18: Wenn du heute versuchst, ein Laden aufzumachen und gleich eine Erfolgsquote hinzulegen, wie Hänzler, Melzer, Poletto, Rach, also wie sie alle heißen, die namentlich jetzt irgendwie ein Gesicht haben, so.

01:21:29: Schwierig.

01:21:29: Ja, das merkt uns auch so diese Skalierbarkeit.

01:21:32: Weißt du, dass das quasi immer, wenn was nicht skalierbar ist, heißt es schon, es ist ein Misserfolg.

01:21:38: Also wenn die eine Nonna, die ein mega geiles Restaurant hat, was richtig gut läuft, wenn es dann da heißt, ja, warum macht ihr nicht noch fünf Jahre mehr?

01:21:45: Ja, vielleicht, weil dann die Qualität einfach nicht mehr stimmen würde.

01:21:48: Es

01:21:48: gibt ganz viele tolle junge Restaurants in Hamburg, mit denen ich mich wahnsinnig schwer tu, weil ich nicht immer der Meinung bin dessen, was da ist, aber das ist ganz toll.

01:21:55: Und was ich aber bei allen Merken, dass sie alle sind, befriedigt sind, mit dem sie sich jetzt gerade beschäftigen, mit dieser Möglichkeit sein eigenes Leben zu gestalten.

01:22:04: Vielleicht ist manchmal auch Geld verdient, nicht immer das einzig wahre, sondern vielleicht ist auch manchmal die Suche, wie man die suchen nach einem Partner, vielleicht mal zu suchen, was ist denn, was mich befriedigt.

01:22:13: Und ich habe bei mir festgestellt, mich befriedigt wahnsinnig, meine eigenen Entscheidungen zu treffen, meine eigenen Fehler zu machen, die Fehler auch ausbahnen zu können.

01:22:23: Das ist ein bisschen durch den Medienjob.

01:22:25: Ich bezahl viel Geld für das, was ich alles so versämmel.

01:22:29: Aber das ist meine Befriedigung.

01:22:31: Ich genieße das.

01:22:32: Was köchelst du denn gerade so?

01:22:33: Also was auch, was dürfen wir uns in den nächsten Monaten freuen bei dir?

01:22:39: Das Schöne in meinem Leben ist, dass ich reflektiere nonstop und ich überlege nonstop und ich stelle jedes Jahr alles in Frage.

01:22:46: Und meine Lieblingsfrage ist immer, was kriege ich dafür, wenn ich die Bullerei jetzt verkaufe, wenn ich die jetzt heute hier zumache, nicht wegen des Geldes, sondern einfach nur um den Schaden klein zu halten, weil in dem Moment, wo ich sie verkaufe, ist nichts mehr.

01:22:58: Ich frag immer, beschäftige mich viel damit, wie geht es mir damit, wenn ich mit Medien aufhören würde, was für mich auch ein ganz großes Thema ist.

01:23:06: Und ich frage mich dann auch, womit könntest du dich in Zukunft noch beschäftigen?

01:23:11: Und es gibt dann immer so Phasen.

01:23:13: Und ich hatte eine etwas depressive Phase in dieser Welt, dass ich so dachte... Aber ich habe durch diese viele und lange Nachtsängern...

01:23:21: Das macht dich aber sympathisch.

01:23:22: Also ich glaube, wer diese Phase nicht hat in dieser Welt, der... Entweder

01:23:26: dumm oder

01:23:27: ein Lügner.

01:23:28: Zweiter ist nicht mehr sehr sicher.

01:23:29: Ja, der Psychopath.

01:23:31: Es gibt da so Leute, die gar nichts mehr spüren.

01:23:33: Und ich habe festgestellt, und das ist auch das, was ich für noch mal sagte, ich habe gemerkt, ich bin noch da.

01:23:39: Diese Neugier, die Freude, der echte Spaß, die echte Leidenschaft, die ist da, wenn ich sie nicht ständig abpoliere.

01:23:47: Aber ich muss ein bisschen gucken, dass... wie intensiv ich unterwegs bin.

01:23:50: Aber ich habe wieder Lust am Kochen.

01:23:52: Ich stehe gerade im Laden.

01:23:53: Wieder seit langer, langer, langer Zeit verursache das Chaos.

01:23:55: Meine Mitarbeiter wollen mich alle feuern.

01:23:58: Bist du wie bei den Muppets der schwedische Chef?

01:24:00: Ich bin

01:24:00: das Schlimmste.

01:24:01: Ja, das ist so

01:24:02: chaotisch.

01:24:03: Wohl

01:24:03: mal tun wir, machen wir, ich kenne es, ich habe eine Idee.

01:24:06: Und alle so... Ja, aber wir haben einen Job.

01:24:08: Ich sage, ja, komm.

01:24:10: Ja, kommen wir uns später noch.

01:24:12: Stopp, stopp!

01:24:12: Was ist denn

01:24:14: das?

01:24:14: So

01:24:15: wichtig ist das jetzt auch.

01:24:17: Dann machen wir eine Stunde später.

01:24:18: Ich kann es mir richtig gut vorstellen.

01:24:19: Ich bin

01:24:19: schlimm.

01:24:20: Aber auch dadurch eine Inspiration, ne?

01:24:21: Also dadurch, weil ich eben... Sie auch,

01:24:23: das Startlight in der Business.

01:24:26: Und der ist gerade wieder sehr da.

01:24:28: Der ist sehr da.

01:24:29: Und da freu ich mich.

01:24:31: Du stehst jetzt in der Bullerei regelmäßig und... Ich fahre

01:24:33: jetzt gleich los und komme gleich Gulasch.

01:24:35: Ja, für einen... Wir machen gerade ganz rustikales Essen.

01:24:43: Und da ist mir wichtig, dass ich es koche, weil nur ich es falsch koche.

01:24:47: Muss

01:24:47: nicht wirken, muss schmecken.

01:24:49: Ja, aber nicht eben auf so, oh, der feine Ermeld hat gekocht.

01:24:52: Ich habe eine Art, ich habe ein Ton in meiner Interpretation des Kochens.

01:24:57: Und das ist der Fehler, weil ich es einfach nur koche.

01:25:00: Wir machen gerade ganz viel Neues.

01:25:01: Wir machen gerade so ein ... Feinde ein ist ein großes Wort, aber wir machen so ein kleines Secret Restaurant, wir machen ein Wirtshaus, wir machen die Bullerei weiter, wir machen wieder Kunst und Kultur, wir haben ja ein Comedy Club bei uns im Laden.

01:25:14: Cool, dann kannst du mein neues Programm

01:25:16: testen.

01:25:16: Kannst du wirklich?

01:25:17: Ja, sehr

01:25:18: gerne.

01:25:18: Und man

01:25:18: kann gut wickeln in der Bullerei.

01:25:20: Ich habe schon zwei richtig üble Stinkewindeln mal gewickelt.

01:25:24: Wickeln?

01:25:25: Ich bin mir auch sicher, dass da vielleicht auch schon ein Kind gezeigt worden ist auf dem Wickeltisch.

01:25:28: Das kann sicher sein.

01:25:30: Es gibt

01:25:30: nichts, was mich so hornig machen wie Kinderkot.

01:25:36: Wenn ich so eine Lili-Du-Feuchttuch-Packung

01:25:37: sehe,

01:25:37: wow, hold my ovaries.

01:25:38: Nein, das ist ein bisschen so eine Rückwirk für Erwachsene.

01:25:40: Da ist so, jeder kann, alles kann nichts, muss irgendwie einen Anfang zeichnen.

01:25:43: Es ist einfach ein schöner Ort.

01:25:45: Ich weiß nicht, warum dieser Ort so schön ist, aber ich liebe den.

01:25:48: Es ist mein Rückzugsort.

01:25:49: Ich finde, meine Mitarbeiter größtenteils auch ganz geil.

01:25:51: Manchmal gehen sie mehr um den Sack.

01:25:53: Auch da muss man halt so ... Das

01:25:55: beruht sich ja auf gegenseitig.

01:25:57: Wollte ich fragen.

01:25:58: Aber ich hab angefangen, der Wohlerreiher.

01:26:01: Bevor

01:26:02: mein sexy Brokkoli-Mann jetzt los muss, noch eine letzte Frage.

01:26:05: Wo schickst du mich denn hin für Kitchen Impossible?

01:26:07: Und wann?

01:26:08: Wann dürfen die Zuschauer das zur besten Sendezeit auf Vox ließen?

01:26:11: Ich würde in der Tat noch mal ... auf Recherche gehen, bei meinem Problem ist und, oh, das ist jetzt ein ganz schweres Thema.

01:26:18: nochmal,

01:26:20: die Frau.

01:26:22: Und noch

01:26:22: ein kleines Fast-Aufzug.

01:26:26: Und zwar nicht die Fraffen, sondern ich bin ein Wettbewerbstyp und ich scheiß mir nix, wer vor mir steht.

01:26:35: Du kannst mich wissen, wie du willst, ich hab zwei große Brüder, viel Stimmals, die kannst du nicht

01:26:39: sein.

01:26:39: Ich mach ihm gar keine Sorgen.

01:26:41: Nur die Außenwelt betrachtet das anders.

01:26:43: Das heißt, wir müssen mit angezogene Handbremse arbeiten.

01:26:46: Aber dann würde ich halt dementsprechend auch aggressiv reinkommen, dann können wir das

01:26:51: so... Dafür würde ich sagen, ich würde erst mal die ersten fünf Minuten dich ein bisschen so als... So anpissen.

01:26:56: Ja.

01:26:56: Ich würde dich einfach so zusammenschneiden, dass du richtig kacke rüberkommst, dass die Leute das sagen.

01:27:02: Die denkt, sie

01:27:02: hat Ahnung.

01:27:04: Ich will das.

01:27:04: Tim gewinnt, unser Timmy.

01:27:06: Und du weißt jetzt auch, mit wem du es zu tun kriegst, wenn du Hazel nicht nett behandelt.

01:27:10: Mit dem Brokkoli-Mann.

01:27:13: Der pocktscheut, chop chop.

01:27:14: Aber ich würde dich mit Rustikalapen konfrontieren, weil der Nerdytum ist im Detail.

01:27:19: Da kannst du dich verlieren mit den Rustikalapen.

01:27:21: Da bist du bockig, da ist kein Nerv drauf.

01:27:23: Wenn die Zwiebel noch dreimal quer eingeschnitten wird.

01:27:27: Ich glaub

01:27:27: auch, dass ich richtig ... Richtig rein Scheiße, wenn ich so mega gestresst gefilmt werde.

01:27:32: Machst du noch Kochkurse?

01:27:34: Nee,

01:27:35: jetzt grad

01:27:36: nicht.

01:27:36: Aber ich weiß gar nicht, ob die welche macht.

01:27:37: Aber ich glaub, wer mit wem du sehr guten Matchen würdest.

01:27:41: So von der ganzen Charakteristik, auch vom Kochen, auch von der großen Fresse und dem Ganzen.

01:27:45: Vicky Fuchs.

01:27:46: Die hat uns mal angeschrieben bei Insta.

01:27:48: Wir wollten die mal treffen.

01:27:50: Macht das?

01:27:50: Ja,

01:27:50: Vicky Fuchs.

01:27:52: Die hat da unten bei Freiburg in der Nähe, oder?

01:27:54: Im Schwarzwald.

01:27:55: Richtig, richtig tolles Gasthaus, irgendwie handwerklich, sehr, sehr, sehr auf den Punkt.

01:28:01: Ehemalige Konstellationen, Mann, Frau, Mann, Kinder, Kind oder Kinder, Kind.

01:28:07: Ja.

01:28:08: Und auch wirklich, also auch eher so, ich sag mal so, Kategorie Hafenkante.

01:28:14: Kategorie, warum ist die eigentlich nicht lesbisch?

01:28:16: Sag's ruhig.

01:28:18: Sag's ruhig, Tim.

01:28:22: Ja.

01:28:22: Ja, gut.

01:28:23: Da hast du mich jetzt reingeht, Richard.

01:28:25: Du brauchst es noch irgendwie, was fürs Klebener.

01:28:27: Schwarz,

01:28:29: schönes

01:28:29: Klischee.

01:28:30: Das sage ihr aber alle zu Hazel.

01:28:31: Alle sagen aber, warum ist Hazel nicht lesbisch.

01:28:33: Wo ich da noch nicht weiß, ist es jetzt irgendwie ein Kompliment für mich oder eine Beleidigung oder

01:28:38: so.

01:28:38: Und jetzt hier habe ich gerade so viel Feuerwerk in meinem Kopf und in der alten Welt hätte man jetzt so und da halte ich mich jetzt lieber zurück.

01:28:44: Ich trinke einfach deinen Kaffee.

01:28:45: Na ja,

01:28:46: schwanz drüber, jetzt ist die Folge.

01:28:48: Vorbei.

01:28:49: Nee, aber hier, Schwarzwald ist auf jeden Fall in super Adresse.

01:28:52: Das sind wir sehr oft.

01:28:53: Ich bin ja auch in Schwarzwald geboren.

01:28:54: Häsel ist ja oft in der Schweiz und deswegen machen

01:28:58: wir das.

01:28:58: Was bist du, amerikanerin, Schweizerin mit deutschen und schwedischen Pass?

01:29:02: Nee,

01:29:02: schwedisch nicht.

01:29:03: Schweiß,

01:29:04: drei Pässe.

01:29:05: Amerika.

01:29:06: Wenn du jetzt in Schweden auftrittst.

01:29:08: Ja.

01:29:09: In welcher Sprache?

01:29:11: Englisch und ein bisschen schwedisch.

01:29:14: Ich trete mich uns im März in Schweden auf und ihr müsst noch Karten kaufen.

01:29:16: Es gibt noch viel zu viele Karten.

01:29:18: Das wird wirklich sonst eine richtige Cringe-Parade.

01:29:21: Gibt es also eine deutsche Community, deutsch-brarisch oder was?

01:29:24: Es

01:29:25: ist einfach, weil Hazel den ESC moderiert hat, hat sie da sehr viel Kontakte in Schweden.

01:29:29: Und Schweden ist halt auch so ein Popkultur-Land.

01:29:31: War

01:29:31: der in Schweden?

01:29:32: Nee, aber diese EBU ist quasi schwedisch.

01:29:36: Keine Abkürzung bei mir.

01:29:37: Also

01:29:37: European Broadcast Union.

01:29:39: Quasi öffentlich-rechtlichen von Europa.

01:29:41: Und durch ABBA ist tatsächlich, also dadurch, dass ABBA halt als erste ESC-Gewinner so ein globaler Erfolg heran, ist es einfach so schwedisch konnotiert.

01:29:51: Spotify

01:29:52: ist ja auch schwedisch, also ganz, ganz viel, was in der Popkultur heutetage wichtig ist.

01:29:56: Das ist der wichtigste Produzent der letzten Jahre.

01:30:00: Wie heißt der Max?

01:30:00: Irgendwas, der hier Britney Spears in Zink und so weiter produziert hat.

01:30:03: Der war auch aus Schweden.

01:30:04: Ich dachte,

01:30:05: das wäre der dicke Grappler gewesen.

01:30:11: Du musst auf jeden Fall zu uns kommen.

01:30:13: Wir müssen mal ohne Kameras.

01:30:15: Nee,

01:30:15: wir kommen mal in die Bullerei.

01:30:17: Dann tritt ich da

01:30:18: auf?

01:30:18: Ja, dann trittst du da auf.

01:30:21: Dann machen wir Abendrücken und Erwebser auf.

01:30:24: Und danach will ich dich sehen, Tim.

01:30:28: Also, ich hab mich sehr gefreut.

01:30:29: Das ist relativ schnell und sehr kulinarisch.

01:30:32: Ich dachte, es wird allgemeiner.

01:30:34: Nein, nicht wahr.

01:30:35: Aber wenn ihr schon mal so einen Experten habt, dann versteht ihr das aus.

01:30:37: Ja,

01:30:37: natürlich, da wollen wir auch was davon haben.

01:30:39: Die Silikon-Titementen wir noch ein bisschen leer ist.

01:30:43: Weil jetzt das ging, das wurde noch viel schlimmer.

01:30:47: Vielen

01:30:47: Dank, dass du auf dich auf dieses Experiment eingelassen hast, Tim.

01:30:50: Es war wirklich mega, mega geil.

01:30:52: Kappeltalk.

01:30:52: Und

01:30:53: alle, die sich fragen, warum hat Hazel denn nicht gefragt, ob Tim sie ... als Tim Meltzer gesehen hat.

01:30:58: Ich habe es einfach aus dem Vorgelassen.

01:31:01: Also,

01:31:02: Häsel hat mal dich nachgemacht in einer Sendung, wo es aber darum ging, möglichst schlecht Leute nachzumachen.

01:31:07: Also, sie hat dich so emittiert auf der total beschissenen Art.

01:31:11: Also, ich

01:31:11: habe

01:31:12: einfach so eine Perucke mit

01:31:13: megadichten Haaren.

01:31:13: Das müssen wir dir mal schicken, wo sie sagt, ich bin der Tim

01:31:16: Meltzer.

01:31:16: Ich bin der Tim

01:31:17: Meltzer, ich koche immer so gerne.

01:31:19: Das ist nicht so schlimm, dass ich das nicht mitbekommen habe.

01:31:21: Aber für mich hast du wirklich eine der besten Punchlines der letzten Jahre.

01:31:26: in der Comedy-Szene irgendwann mal zum Besten gebracht mit der Antwort, Bolivien.

01:31:30: Ach, danke schön.

01:31:32: Das ist genau mein Humor als Maul, Bolivien.

01:31:34: Ich schreibe mal an die Tüte, kurz trocken.

01:31:38: Kurz trocken und bähmlich.

01:31:40: Sagen wir

01:31:40: auch manchmal die Leute auf der Straße.

01:31:42: Ja, aber wenn es einfach so ist, das ist, das ist, das nählt einfach.

01:31:45: Das hat die Gesamt, ich weiß nicht, was vorfassiert ist, was nachher.

01:31:49: Niemand weiß was.

01:31:50: So einfach

01:31:52: dieses

01:31:53: so.

01:31:53: In diesem Sinne, Costa Cordales.

01:31:55: Danke schön, dass du da

01:32:00: warst.

01:32:00: Mach's ganz gut und ein Gute.

01:32:07: Bis dann.

01:32:12: Tschüssi.

01:32:18: Ciao.

01:32:19: Ausführende Produktion, Sound, Intro, Autro, Sound, Recherche, Partnerin bei Seven One.

01:32:44: Wir bedanken uns fürs Hören.

01:32:48: kommentieren, teilen, weitempfehlen und eine Bewertung.

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